Do, 23. November 2017

Ärger in Klagenfurt

30.07.2016 11:15

Bettler bespucken und bedrängen Kirchenbesucher

In Klagenfurt eskaliert die Bettelei! Immer öfter kommt es in der größten Kirche, dem Dom, zu unschönen Szenen, bei denen Gläubige bespuckt oder sogar so lange bedrängt werden, bis sie endlich ein paar Euro herausrücken. Auch auf Friedhöfen wurden Besucher von aggressiven Bettlern belästigt. Die Polizei hat jetzt Streifen ausgeschickt.

Zuletzt musste eine Frau eine üble Schimpftirade über sich ergehen lassen. "Wir wurden bespuckt!", so die Kärntnerin. Dompfarrer Peter Allmaier bestätigt solche Vorfälle: "Sie nehmen leider zu. Ich wurde sogar schon in Ornat auf dem Weg zu einer Taufe belästigt. Im Gottesdienst hat es das auch schon gegeben."

Er gehe daher mehrmals täglich in den Dom, um die aggressiven Bettler zu verscheuchen: "Es sind ja oft ältere Damen hier, die im Gebet nicht auf ihre Handtaschen achten. Ich warne vor solcher Unvorsichtigkeit."

Regelmäßige Kontrollen durch Polizei
Der beliebte Dompfarrer hat Unterstützung: "Polizisten aus St. Ruprecht sind regelmäßig bei uns am Domplatz." Kommandant Edwin Probst: "Wir kontrollieren natürlich auch bei der Kirche in unserem Stadtteil."

Allmaier: "Die Meinungen dazu gehen auseinander. Die einen haben Mitleid und spenden, die anderen sind sauer. Ich konnte mich aber überzeugen, dass diese aggressiven Männer nicht für sich selbst betteln. Ich habe beobachtet, wie von ihnen Geld eingesammelt wurde."

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