Sa, 18. November 2017

4 Personen betroffen

29.07.2016 21:55

Zika-Virus in USA erstmals durch Mücken übertragen

Das Zika-Virus ist in den USA erstmals nachweislich durch Mücken übertragen worden. Drei Männer und eine Frau seien in Miami von Mücken gestochen und so mit dem Virus infiziert worden, sagte der Gouverneur des südwestlichen Bundesstaates Florida, Rick Scott, am Freitag.

Zuvor hatten sich Menschen in den USA nur bei Reisen in von Zika betroffene Regionen sowie beim Sex mit einem infizierten Partner angesteckt. Gesundheitsexperten hatten aber schon länger befürchtet, dass Mücken, die das Virus in sich tragen, die USA erreichen und seine Ausbreitung somit deutlich vergrößern könnten.

Blutspenden in zwei Bezirken Miamis gestoppt
Aufgrund der vier Erkrankungen haben die Behörden in zwei Bezirken von Miami alle Blutspenden untersagt. Die Maßnahme bleibt in Kraft, bis es die Möglichkeit gibt, alle Blutspenden auf das Virus zu testen oder eine Technologie eingesetzt werden kann, die das Virus in den Blutspenden neutralisiert. Auch Menschen, die sich in den vergangenen vier Wochen in den Bezirken aufhielten, dürfen vorerst kein Blut mehr spenden. In Florida wurden bisher 381 Zika-Fälle registriert, doch infizierten sich alle bis auf vier bei Reisen in Zika-Gebieten im Ausland.

Zika-Virus verursacht Schädelfehlbildungen bei Kindern
Das Zika-Virus ist bisher vor allem in Mittel- und Südamerika und der Karibik verbreitet, wo es meist durch Mücken übertragen wird. Inzwischen gilt es als erwiesen, dass Zika bei einer Infektion von Schwangeren zu schweren Schädelfehlbildungen der Kinder führen und weitere neurologische Schäden auslösen kann.

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