Fr, 24. November 2017

Kritik an Ex-Trainer

28.07.2016 09:05

Ribéry: „Pep Guardiola hat zu wenig Erfahrung!“

Indirekt hat Bayern-Star Franck Ribéry seinen Ex-Trainer Pep Guardiola schon vor einigen Tagen kritisiert. So sagte er: "Unter Ancelotti spüre ich endlich wieder Vertrauen. Er ist ein guter Mensch und redet viel mit mir." Das Fußballspielen müsse ihm niemand mehr beibringen, nur ein wenig mehr Respekt und Vertrauen wünsche er sich. Jetzt äußerte der Mittelfeldspieler sich zum ersten Mal etwas direkter über Ancelotti-Vorgänger Guardiola: "Er ist ein junger Trainer. Ihm fehlt Erfahrung! Manchmal redet er zu viel. Fußball ist ganz einfach", so der Franzose gegenüber "Sport Bild".

Ribéry ist ehrgeizig. Bei Bayern München ist der Triple-Gewinn - Meisterschaft, DFB-Pokal, Champions League - seine einzige mögliche Option. Dass er in der letzten Saison aber nur das Double aus Meisterschaft und DFB-Pokal erreicht hat, schreibt er Pep Guardiola zu. Auf der USA-Tour der Bayern sagte der Franzose: "Wenn du einen so wichtigen Titel wie die Champions League gewinnen willst, brauchst du einen Trainer, der dir ein gutes Gefühl gibt."

Er selbst durfte im Halbfinale gegen Atlético Madrid im April nicht von Anfang an spielen - genauso wie sein Teamkollege Thomas Müller. "Du musst große Namen, die Besten auf dem Platz haben", so Ribéry. Fatal war für den Franzosen auch, dass Innenverteidiger Jerome Boateng - gerade von seiner Verletzung genesen - nicht mal auf der Bank sitzen, sondern das Spiel nur von der Tribüne aus ansehen durfte. Für Ribéry der Grund, warum die Bayern letztendlich 0:1 gegen Atlético verloren.

Fußball ist ganz einfach
Franck Ribéry spielt Fußball noch nach der alten Schule. Pep Guardiola dagegen möchte den Fußball modernisieren, hat einen einzigartigen Trainerstil. Die drei gemeinsamen Jahre bei Bayern konnten diese Differenzen nicht beenden. Der 33-jährige Franzose pflegte zu seinem Trainer immer ein zwar professionelles, aber sehr distanziertes Verhältnis. "Er ist ein junger Trainer. Ihm fehlt Erfahrung! Manchmal redet er zu viel. Fußball ist ganz einfach", so der Mittelfeld-Star.

Lob für Ancelotti
Unter Carlo Ancelotti dagegen blüht Ribéry wieder auf. "Er hat mit vielen großen Spieler zusammengearbeitet, er weiß, wie er mit ihnen umgehen muss", lobte Ribéry den Italiener, der schon Vereine wie Real Madrid und Paris St. Germain trainierte. "Er ist ein großartiger Trainer. Ich brauche Menschen wie ihn, Jupp Heynckes oder Ottmar Hitzfeld." Natürlich - unter Jupp Heynckes hat Ribéry ja auch das Triple gewonnen und hatte daran seinen maßgeblichen Anteil. Unter Ancelotti musste der Franzose am Mittwoch jedoch seine erste Niederlage einstecken. Trotz seines Doppelpacks verlor der deutsche Meister im Elfmeterschießen 3:5 gegen den AC Milan. Das Spiel fand im Rahmen des "International Champions Cup" in Chicago statt.

So oder so - wenn man dem 33-jährigen Franzosen genug Vertrauen schenkt (und ihn den Star sein lässt): "Dann fresse ich Gras für den Trainer."

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