Do, 19. Oktober 2017

Etwas durcheinander

27.07.2016 21:35

Kanutin Schuring statt Schwarz im Rio-Zweier

Einen Tag nach der Annahme der Österreich im Flachwasser-Kanu angebotenen Quotenplätze für Olympia in Rio de Janeiro, hat Österreichs Olympisches Komitee ÖOC am Mittwoch die Boot-Einteilung bekannt gegeben. Nach Abstimmung mit dem nationalen Kanuverband ÖKV und aufgrund entsprechender medizinischer Routinetests wurde Yvonne Schuring der Platz bei Ana Roxana Lehaci im Kajak-Zweier zugesprochen.

In London 2012 waren Schuring und Schwarz als große österreichische Hoffnungsträger in einem Boot gesessen und Olympia-Fünfte geworden, danach trennte sich das Duo. Lehaci nahm den Platz Schurings ein, die gebürtige Deutsche versuchte ihr Glück fortan im Kajak-Einer. Beide Boote verpassten aber heuer im Mai auch die letzte Quali-Chance für die Spiele in Brasilien. Aufgrund des Entzugs von russischen Quotenplätzen als Folge des Doping-Skandals kamen sie aber doch noch zum Zug.

"Schuring/Lehaci werden noch zwei Wochen gemeinsam trainieren"
Schwarz war aber Ende Mai beim Schlafwandeln sieben Meter tief vom Balkon gestürzt, zog sich Knochenbrüche zu. Sie befindet sich in Sao Paulo und im körperlichen Aufbau. Schuring jedoch hatte nach verpasster Qualifikation weitertrainiert. "Yvonne Schuring/Ana Roxana Lehaci werden noch zwei Wochen in Linz-Ottensheim gemeinsam trainieren", wurde ÖOC-Generalsekretär Peter Mennel zitiert. "Nur so ist eine seriöse Vorbereitung im Kajak-Zweier gewährleistet."

Diese Wahl sei laut dem Vorarlberger auf der Hand gelegen, die 38-jährige Schuring nahm sie dankend an. "Ich freue mich auf die doppelte Herausforderung. Und ich habe sicher genug Routine, um auch im Zweier mit Ana eine Top-Platzierung abliefern zu können", betonte das nach der Bogenschützin Laurence Baldauff (41) zweitälteste Mitglied im ÖOC-Aufgebot für die ersten Spiele in Südamerika. Schuring wurde vom ÖOC auch für den Kajak-Einer über 500 m genannt.

"Allgemeine körperliche Werte von Viktoria sind angemessen"
Die 31-jährige Schwarz soll aber nicht leer ausgehen, sondern im Kajak-Einer über 200 m zum Zug kommen. Die Flachwasser-Bewerbe beginnen erst am 15. August, womit der Oberösterreicherin noch gut zweieinhalb Wochen zur gezielten Vorbereitung bleiben. Mennel: "Die allgemeinen körperlichen Werte von Viktoria sind angemessen. Weitere Belastungstests und Zeittrainings werden darüber Auskunft geben, ob ihr Start über 200 m wirklich Sinn macht. Aber wir möchten ihr eine faire Chance geben."

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