Fr, 24. November 2017

Binotto übernimmt

27.07.2016 10:57

Ferrari baut um: Technik-Chef Allison dankt ab

Sebastian Vettel setzt seine Aufholjagd auf die Formel-1-Spitze mit einem neuen Technikchef bei Ferrari fort. Nach der enttäuschenden ersten Jahreshälfte ohne Grand-Prix-Sieg trennte sich die Scuderia mitten in der Saison und kurz vor dem Großen Preis von Deutschland in Hockenheim von James Allison. Die Entscheidung sei in gegenseitigem Einvernehmen erfolgt, teilte Ferrari am Mittwoch mit.

Die Aufgaben des Technik-Direktors wird vorerst Mattia Binotto übernehmen. Allisons Vertag lief eigentlich noch bis Ende 2017. Über den Abschied des Briten nach drei Jahren in Maranello war schon länger spekuliert worden, Ferrari hatte dies jedoch mehrfach energisch dementiert.

Mit Firmen-Chef überworfen?
Allison soll sich zuletzt mit der Ferrari-Spitze um den zunehmend ungeduldigen Firmen-Boss Sergio Marchionne überworfen haben, nachdem die Kritik an dem von ihm verantworteten Aerodynamik-Bereich zugenommen hatte. Zudem hatte sich Allison nach dem plötzlichen Tod seiner Frau im Frühjahr angeblich mehr Zeit mit seinen Kindern in der Heimat anstatt in der Rennfabrik in Italien gewünscht.

Teamchef Maurizio Arrivabene, der selbst unter Druck steht, wurde in der Mitteilung nur mit einem Satz zitiert. Das Team danke Allison für seine Hingabe und wünsche ihm "Erfolg und Ruhe für seine zukünftigen Projekte", sagte Arrivabene. Allison dankte seinen Mitarbeitern und wünschte ihnen "eine glückliche Zukunft mit vielen Erfolgen".

Ferrari schwächelt
Derzeit allerdings fährt Ferrari erneut Branchenführer Mercedes hinterher und muss sich zudem den Angriffen des wieder erstarkten Red-Bull-Teams erwehren. In den ersten elf Saisonrennen blieben Vettel und Stallgefährte Kimi Räikkönen ohne Sieg. Zwar hat Ferrari sich bei der Motorleistung Mercedes deutlich angenähert, schwächelt nun aber offenbar im Bereich der Aerodynamik. Diese Probleme führten nun wohl zum Aus für Allison.

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