Do, 23. November 2017

Neue Anschlagspläne?

25.07.2016 16:10

Terrorangst: Rio sorgt sich vor Eröffnungsfeier

Bombenalarm im Strandviertel Leblon in Rio nachdem an einer Bushaltestelle eine herrenlose Reisetasche gemeldet worden ist. Wenig später ist der Straßenblock abgeriegelt und der ganze Sicherheitsapparat auf den Beinen. Zum Glück war es ein Fehlalarm. Aber solche Szenen zeigen, dass die Terrorangst am Zuckerhut zehn Tage vor Beginn der Olympischen Spiele wächst - gerade nach den vielen Schreckensmeldungen der letzten Tage.

Gestern hat die Polizei wegen mutmaßlicher Anschlagspläne einen weiteren Verdächtigen verhaftet. Elf unter Verdacht stehende Komplizen sitzen bereits im Gefängnis. Die aus Brasilianern bestehende Gruppe hatte nach Angaben von Justizminister de Moraes den Kauf von Waffen geplant. Einige von ihnen schworen demnach im Internet dem IS die Treue.

Die Rekrutierung von Brasilianern zu terroristischen Zwecken ist ein Szenario, auf das der brasilianische Geheimdienst Abin großes Augenmerk legt. Sorge bereiten dem Geheimdienst auch "einsame Wölfe" ohne direkte Verbindungen zu Terrororganisationen. Abin hat offenbar Dutzende von Personen mit einem entsprechenden Profil auf dem Radar und überwacht diese bereits rund um die Uhr.

Auch wenn fast 90.000 Sicherheitskräfte - doppelt so viele wie 2012 in London - im Einsatz sind, lassen sich alle potenziellen Täter trotzdem nicht kontrollieren. Vor der Eröffnungsfeier am 5. August, zu der sich bisher 45 Staats- und Regierungschefs angekündigt haben, herrscht wie immer allerhöchste Alarmstufe.

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