Mo, 20. November 2017

Dressel zur „Krone“:

22.07.2016 14:31

„Die Wiener Drogen-Hotspots gibt es nicht mehr“

Eineinhalb Monate nach Inkrafttreten der Novelle des Suchtmittelgesetzes fehlt an den Drogen-Hotspots in den Wiener U6-Stationen von Dealern noch immer so gut wie jede Spur. "Die Situation ist wesentlich besser geworden", erklärt Drogenkoordinator Michael Dressel. Aber wo sind die Suchtgifthändler jetzt alle hin?

Wochenlang belagerten Drogendealer in Großgruppen Praterstern sowie Handelskai und andere Stationen der U6. Ungeniert wurde in der Öffentlichkeit mit Suchtgift gedealt. "Es war für die Bevölkerung unerträglich", erinnert sich Dressel. "Aber die untragbaren Zustände hätten in der Stadt vermieden werden können", kritisiert der Koordinator.

Denn: Bereits im Vorjahr hätte die Stadt Wien das Justizministerium auf die Gesetzeslücke aufmerksam gemacht. "Aber man hielt unsere Einwände für nicht wichtig genug." Seit 1. Juni ist das reparierte Gesetz nun in Kraft. "Die Situation ist seitdem wesentlich besser geworden. Die Hotspots gibt es nicht mehr", glaubt Dressel. Täglich gehen rund 150 Polizisten gegen den Drogenhandel vor, 7000 Personen wurden kontrolliert, 200 Dealer wanderten in U-Haft.

"Optimistisch, dass die Situation so bleiben wird"
Wie nachhaltig die Novelle ist, könne aber laut dem Koordinator erst Ende des Jahres beurteilt werden. "Ich bin aber optimistisch, dass die Situation so bleiben wird." Wichtig sei, dass die Uniformierten weiterhin gegen die Verkäufer vorgehen.

Und wo sind all die Dealer jetzt hin? Dressel: "Ich vermute, dass viele von ihnen die Stadt verlassen haben. Das glaubt ja bekanntlich auch die Polizei. Sollten wir von neuen Hotspots erfahren, dann gehen wir den Hinweisen natürlich nach."

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