So, 19. November 2017

„Solche Schweindln!“

22.07.2016 06:09

Wiener Waschsalon-Besitzer verhängt Spuckverbot

Wer im italienischen Jesolo auf die Straße spuckt, zahlt 500 Euro Strafe. Auch andere europäische Städte ahnden das unappetitliche Speichellassen. In Wien gibt es maximal eine Verwarnung. Dem Besitzer eines Waschsalons in der Ottakringer Straße reicht es jetzt aber: Er erteilt unflätigen Kunden Spuckverbot - auch aus Hygienegründen.

"Solche Schweindln!", klagen artige Waschsalonbesucher über jene, die im Geschäftslokal auf den Boden spucken. Der Inhaber Rajapakse Mudiyanselage hat viel versucht, um diese Unart abzustellen. Höfliches Ermahnen, gratis Taschentuchspender. Ohne Erfolg. Jetzt hat er Verbotsschilder vor und im Salon aufgestellt.

"Es ist schon viel besser geworden", freut sich Mudiyanselage. Seit er die selbst gebastelten Schilder montiert hat, gebe es fast keine Probleme mehr. Anfangs seien die Tafeln immer wieder abgerissen worden. Doch er blieb seiner kuriosen Idee treu und befestigte sie erneut.

"Ich bitte sie, es nicht zu tun"
Strafen bei Fehlverhalten kann er selbstverständlich keine verhängen. "Wenn jemand trotzdem spuckt, kann ich nichts machen. Ich bitte sie, es nicht zu tun. Es ist ja unangenehm", berichtet der Besitzer. Es sei nicht nur abstoßend für die anderen, es liegt auch ein hygienisches Problem vor. Denn über den Speichel können Krankheiten übertragen werden. Ordentliche Kunden seien nun beruhigt, weil sie sehen, dass etwas dagegen unternommen wird.

Nicht überall auf der Welt löst Spucken allerdings Empörung aus. In China beispielsweise ist das Ausspucken ganz normal. Anders in London oder Köln: Wer erwischt wird, muss mit saftigen Geldbußen rechnen.

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