Mo, 28. Mai 2018

Hauptbahnhof

20.07.2016 17:13

Bombendrohung könnte Wiederholungstat gewesen sein

Fieberhaft sucht die Kärntner Kriminalpolizei nach jenem Anrufer, der am Dienstag für die Räumung des Klagenfurter Hauptbahnhofes gesorgt hatte. Spezialisten müssen die Tonspuren und Fingerabdrücke auswerten, die der Täter in der Telefonzelle hinterlassen hatte. Erst vor drei Wochen gab es einen ähnlichen Vorfall.

Es waren nur 15 Sekunden, die der Anruf am Dienstagmittag gedauert hatte. Dennoch könnte es für die Polizei reichen, um den Täter auszuforschen.

"Die Tonspuren werden durch Spezialisten in alle Einzelteile zerlegt. Ebenso wurden die Fingerabdrücke von der Telefonzelle überprüft, wo der Anruf hergekommen ist", erzählt der Klagenfurter Polizeichef Horst Jessenitschnig.

Möglicherweise war es bereits der zweite "Akt" des unbekannten Anrufers: Erst am 30. Juni hatte eine Bombendrohung, die von einem Wertkartenhandy aus getätigt wurde, für eine Räumung der nahe gelegenen Volksküche gesorgt.

Auch damals war kein Sprengstoff ausfindig gemacht worden. Jessenitschnig: "Trotzdem ist es wichtig, jede Drohung ernstzunehmen, auch wenn der Anruf noch so irrwitzig ist."

Eine Parallele gibt es: In beiden Fällen hatte der Unbekannte wenig gesprochen. Jessenitschnig: "Wir gehen davon aus, dass es sich um einen Österreicher oder Deutschen handelt."

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