Do, 19. Oktober 2017

Studie zeigt auf

19.07.2016 20:35

Durch Garage und Bad 1300 neue Jobs

1300 Arbeitsplätze entstehen durch den Neubau des Paracelsus-Bades und die Erweiterung der Mönchsberg-Garage. Trotzdem haben kleine Gruppen versucht, beide Projekte der Stadt zu blockieren. Dafür hat SP-Klubchef Bernhard Auinger kein Verständnis - auch nicht für so manches Mitglied im Gestaltungsbeirat.

Deutliche Worte in Richtung Gestaltungsbeirat hat der designierte Nachfolger von Bürgermeister Heinz Schaden, Bernhard Auinger, am Dienstag gefunden. Ihm gehen die Wunschvorstellungen mancher Mitglieder einfach zu weit: "Die Aussagen, die wir in den Ausschüssen von Architekten gehört haben, waren schon zum Teil etwas wirtschaftsfern. Das können wir uns in diesen Zeiten nicht mehr leisten." Damit meint er die knapp 5000 Arbeitslosen alleine in der Stadt Salzburg. Um ihnen zu helfen, sei es einfach notwendig, öffentliche Investitionen zu tätigen.

Zwei gute Beispiele im Stadtkern sind der geplante Neubau des Paracelsus-Bades sowie die Erweiterung der Mönchsberg-Garage. Laut einer Studie der Wirtschaftskammer, die Auinger zusammen mit VP-Klubobmann Christoph Fuchs in Form einer "Sach-Koalition" präsentierte, ermöglichen beide Bauprojekte 1296 Arbeitsplätze. Auinger zur "Krone": "Wer solche Großprojekte blockiert, blockiert auch Arbeitsplätze. Aber dieses Argument wird von den Gegnern immer weggewischt." Seine harte Kritik am Gestaltungsbeirat ist nicht ganz unbrisant vor dem Hintergrund des laufenden Reform-Prozesses.

Mehr Wirtschaftsdenken im Gestaltungsbeirat
Derzeit wird noch an den Feinheiten gefeilt, wie an der neuen Geschäftsordnung. Geplant ist auch, dass in den Wettbewerbsverfahren künftig ein Jury-Mitglied aus der Stadt vertreten ist. Nächstes Jahr startet außerdem ein Einmal-Versuch, dass man Rahmenbedingungen und Wettbewerb detailliert ins Laufen bringt und dafür den Gestaltungsbeirat nicht einbindet, sondern durch die Planungsvisite ersetzt.Dass der Gestaltungsbeirat erhalten bleiben soll, daran hält Auinger fest, allerdings würde er Korrekturen in der Ausrichtung begrüßen: "Das wirtschaftliche Thema muss in den Entscheidungen stärker mitgedacht werden. Es fehlt einfach Wirtschaftsrealität."

Nächstes großes Projekt: moderne Schulgebäude
Auch für die kommende Funktionsperiode hat sich die SPÖ schon einige Großbauprojekte vorgenommen. Der Schwerpunkt wird im Bildungsbereich liegen. Derzeit gibt es eine lange Liste aus allen Stadtteilen mit veralteten Schulgebäuden, teils aus den 1970er- Jahren - sie sollen nach dem Vorbild Bildungscampus Gnigl neu gebaut und modernisiert werden. "Da rollt eine riesige Investitionswelle auf uns zu", gibt Auinger einen Ausblick.

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