Di, 21. November 2017

Ausnahmezustand in F

19.07.2016 08:23

Valls: „Haben Attentat vor Fußball-EM verhindert“

Frankreich hat nach den Worten des Regierungschefs Manuel Valls unmittelbar vor der Fußball-EM einen Anschlag verhindert. Dieses Attentat hätte besonders mörderisch sein können, sagte der Sozialist am Montag laut Nachrichtenagentur AFP. Auf Details ging er nicht ein. Unterdessen will das französische Kabinett nach dem Attentat von Nizza mit mindestens 84 Toten eine Verlängerung des Ausnahmezustands um drei Monate beschließen.

Präsident Francois Hollande hatte die Verlängerung des Ausnahmezustandes nach dem Nizza-Attentat angekündigt. Mit einem Beschluss wird am Dienstag gerechnet. Am Mittwoch soll sich der Senat damit befassen. Kurz vor dem Attentat von Nizza hatte Hollande noch gesagt, der Ausnahmezustand werde Ende Juli auslaufen. Er hatte dies unter anderem mit dem weitgehend friedlichen Verlauf der Fußball-Europameisterschaft begründet.

Der Ausnahmezustand wurde nach den Anschlägen von Paris im November 2015 verhängt, bei denen 130 Menschen getötet worden waren. Er ermöglicht unter anderem Ausgangssperren, Wohnungsdurchsuchungen ohne richterlichen Beschluss auch in der Nacht und Hausarrest für Menschen, die als Gefahr für die Sicherheit und öffentliche Ordnung angesehen werden.

Müllhaufen als Zeichen der Verachtung für Attentäter
Als Zeichen der Verachtung für den Attentäter von Nizza wurde unterdessen auf dem Strandboulevard Promenade des Anglais ein Müllhaufen aufgetürmt. Wenige Meter von dem Meer aus Blumen und Kerzen entfernt, mit dem an die Todesopfer des Anschlags erinnert werden soll, ist das Wort "lache! (Feigling) zu lesen.

Passanten spuckten auf den Haufen und legten leere Flaschen, Tüten und Zigarettenstummel dort ab. Anwohner hinterließen auch wütende Botschaften, in denen sie die IS-Dschihadistenmiliz verfluchen, welche die Tat für sich beansprucht.

Ein in Nizza lebender Tunesier war am Donnerstagabend auf dem Strandboulevard während der Feiern zum Nationalfeiertag mit einem Lastwagen in die Menge gerast. Nach Angaben der Ermittler hatte sich der 31-Jährige vor der Tat wiederholt Propagandamaterial von Jihadisten angeschaut. Einen Beweis für eine direkte Verbindung zum IS oder zu anderen Extremisten gibt es bisher jedoch nicht.

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