Fr, 15. Dezember 2017

Messer als Waffen

17.07.2016 16:50

Wiener (37) nach Attacke auf Polizisten erschossen

Ein 37-jähriger Wiener ist Sonntagfrüh von Polizisten im Stiegenhaus eines Wohnhauses in Wien-Ottakring erschossen worden, nachdem er versucht hatte, diese mit zwei Messern zu attackieren. "Die Polizisten haben in einer offensichtlichen Notwehrsituation geschossen", erklärte ein Polizeisprecher. Laut Informationen der "Krone" wurde der Angreifer elf Mal getroffen.

Die Polizei sei wegen "eines randalierenden Mannes" in die Brüßlgasse gerufen worden. Vier bis fünf Anrufer hätten aus der Wohnung Lärm und Frauengeschrei gehört. "Der Mann befand sich zu diesem Zeitpunkt mit seiner Frau (30) in der Wohnung", berichtete der Sprecher. Die Beamten seien dann im "sehr engen" Stiegenhaus in Richtung dritten Stock gegangen, wo sich die betreffende Räumlichkeit befand, als plötzlich die Tür geöffnet wurde: "Der Herr hatte zwei circa 20 Zentimeter lange Fleischmesser in der Hand und ist mit diesen herausgestürmt."

Die vier Polizisten - zwei Funkwagenbesatzungen waren angerückt - hätten den türkischstämmigen Mann aufgefordert, die Waffen fallen zu lassen. "Er ist immer weitergelaufen, dann sind die Schüsse gefallen", hieß es seitens der Polizei. Ismail Sch. verstarb noch in der Früh im Stiegenhaus. Seine Ehefrau sei "körperlich unverletzt".

Polizist am Oberschenkel verletzt
Von dem 37-Jährigen wisse man vorerst nur, dass er in der Wohnung tatsächlich gewohnt hatte. Ob er polizeibekannt oder alkoholisiert gewesen sei, könne man noch nicht sagen. Bei dem Einsatz wurde einer der Polizisten am Oberschenkel verletzt. Er befindet sich im Krankenhaus. Die drei anderen Kollegen werden vom psychologischen Dienst der Polizei betreut.

Mittlerweile übernahm die Landespolizeidirektion Steiermark die Überprüfung über die Rechtmäßigkeit des Waffengebrauchs durch die Polizisten. Den Fall an sich übernahm das Landeskriminalamt Wien, konkret die Abteilung "Leib und Leben".

Wie viele der Polizisten geschossen haben und die genaue Anzahl der Schüsse blieb vorerst offen. Sicher sei lediglich, dass "mehrere Schüsse" gefallen sind.

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