Do, 23. November 2017

„War unser Soldat“

16.07.2016 16:54

Islamischer Staat bekennt sich zu Nizza-Terror

Der IS hat sich am Samstag zu dem Anschlag in Nizza bekannt. Es sei ein "Soldat des Islamischen Staates" gewesen, der 84 Menschen mit seinem Lastwagen totfuhr, erklärte die der Terrormiliz nahestehende Nachrichtenagentur Amak. Die französischen Behörden hatten zunächst keine Hinweise, dass der 31 Jahre alte Lieferant Mohamed Lahouaiej-Bouhlel in Verbindung mit Islamisten stand. Innenminister Bernard Cazeneuve sagte aber, er könne sich sehr schnell radikalisiert haben.

Amak berichtete, der "Soldat" habe auf Aufrufe der Miliz reagiert, Bürger der Länder der internationalen Koalition anzugreifen, die in Syrien und im Irak gegen die Extremisten kämpft. Zu der Koalition gehören neben Frankreich unter anderem die USA, Großbritannien und Italien. Auch Deutschland unterstützt die Allianz mit einer Fregatte und Aufklärungsflügen.

Forschungsinstitut: Amoklauf, kein Terrorismus
Ein Schweizer Forschungsinstitut widersprach am Samstag einer Einstufung der Tat als Terrorismus. Es handle sich um einen Amoklauf, schrieb das Basel Institute of Commons and Economics. "Die zahlreichen Amokläufe von europäischen und US-Bürgern in den USA, Frankreich und Belgien sind keine Taten des "internationalen Terrorismus", sondern Einzeltaten ohne eine konkrete politische Forderung oder ein politisches Ziel", schrieb das Institut. Die Erhebung von "tragischen Amokläufen" zu politischen Taten ermuntere Nachahmer.

Am Donnerstag hatte Lahouaiej-Bouhlel in Nizza ein Blutbad angerichtet. Der Mann mit tunesischen Wurzeln war während des Feuerwerks zum Nationalfeiertag der Franzosen mit einem Laster in die Menschenmassen gerast. Mindestens 84 Menschen starben.

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