Mi, 23. Mai 2018

Psychiater beantragt

15.07.2016 15:43

Wegen Scheidung ließ Steirer vier Hunde verhungern

Brüchige Stimme, Tränen - allerdings ist schwer zu sagen, ob aus Trauer oder Selbstmitleid. Angeklagte ist der 44-jährige Steirer wegen Tierquälerei. Er hat vier seiner Hunde qualvoll verhungern und verdursten lassen. Scheinbar, weil er unter der Scheidung litt. Jetzt soll ein Psychiater klären, ob er schuldfähig war.

"Warum?", so die erste Frage von Richterin Astrid Rauchenwald. "Wenn ich das wissen würde", zuckt der Angeklagte, der seinen ersten Hund mit fünf Jahren bekommen hat, die Schultern. "Ich hatte Probleme mit der Scheidung. Ich durfte meine Tochter zuerst gar nicht sehen, dann nur im Beisein meiner Ex-Frau. Und das Schlimmste war damals das Alleinsein." Also sei er auf Ache gegangen, damit er nicht heim muss.

Angeklagter: "Hatte keine Kraft"
"Und wann haben Sie festgestellt, wie es den Hunden geht?", fragt die Richterin weiter. "Als ich bemerkt hab, dass der erste Hund gestorben ist, hab ich die Kraft nicht gehabt, ihn wegzubringen." Warum er niemanden um Hilfe gebeten hat? "Ich wollte alles selber schaffen."

"Waren Sie depressiv?", interessiert die Vorsitzende. "Das kann ich nicht beurteilen", antwortet der 44-jährige, ausgebildete Hundetrainer. Das soll nun ein Psychiater klären, auch ob er schuldfähig war. - Vertagt.

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