Do, 14. Dezember 2017

4 Personen verhaftet

15.07.2016 12:18

Innviertler Bande verkaufte Drogen im Darknet

Im oberösterreichischen Innviertel hat eine achtköpfige Bande von September 2015 bis Juni 2016 Drogen im Wert von 115.000 Euro verkauft. Hauptumschlagplatz für Speed, Ecstasy und andere Substanzen war das sogenannte Darknet, das Marihuana stammte aus Eigenproduktion. Vier Beschuldigte wurden festgenommen, einige sind bereits verurteilt, wie die Polizei am Freitag berichtete.

Das Darknet ist jener Teil des Internet, der für Suchmaschinen unzugänglich ist und nur mittels Anonymisierungsdiensten wie Tor betreten werden kann. In diesem verborgenen Teil des Internet blüht ein reger Handel mit Drogen, Waffen, Falschgeld und allerlei illegalen Dienstleistungen.

Die Gruppe in Oberösterreich bestand aus sieben Männern und einer Frau im Alter von 18 bis 30 Jahren aus den Bezirken Ried im Innkreis und Braunau.

Mehr als sieben Kilo Marihuana verkauft
Der Bande wurde der Handel mit mehr als sieben Kilogramm Marihuana, 1,12 Kilogramm Speed, fast 2000 Stück Ecstasy-Tabletten, 25 LSD-Trips und 500 Flaschen eines Narkosemittels nachgewiesen. Zudem haben die Täter kleinere Mengen Haschisch, Kokain und Amphetamine unters Volk gebracht. Bei einer Hausdurchsuchung wurden ein Teil des Suchtgifts und 1600 Euro Verkaufserlös sichergestellt.

Das Marihuana wurde in eigenen Aufzuchtanlagen erzeugt. Die übrigen Drogen stammten aus dem Darknet, wo man neben Lieferanten auch Abnehmer suchte. Bezahlt wurde in der Internet-Währung Bitcoin. Mit den Erlösen aus den Geschäften finanzierten die Bandenmitglieder ihren Lebensunterhalt. Ein Großteil der Beschuldigten nahm selbst keine Drogen.

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