Mo, 20. November 2017

Gouverneur Pence

15.07.2016 17:24

Mit diesem Vize will Trump Kritiker milde stimmen

Der republikanische US-Präsidentschaftsbewerber Donald Trump (70) hat den Gouverneur von Indiana, Mike Pence (57), als Vizekandidaten ausgewählt, wie er am Freitag bekannt gab. Pence könnte Trump dabei helfen, innerparteiliche Kritiker doch noch für sich zu gewinnen. Im Vorwahlkampf unterstützte der 57-Jährige allerdings Trumps Kontrahenten Ted Cruz, hinter dem sich viele Gegner des streitbaren Milliardärs scharten.

Dass die Wahl bereits auf Pence gefallen sein soll, darüber hatten am Donnerstag das Online-Nachrichtenportal "Roll Call", der Sender CBS sowie die "New York Times" berichtet. Trump bestätigte dies am Freitag auf Twitter. Außerdem kündigte er für Samstag eine Pressekonferenz an.

Pence-Nominierung wäre Signal an den rechten Block
Die Wahl eines geeigneten Stellvertreters ist wichtig für Trump. Sein "Running Mate" muss all jene Eigenschaften erfüllen, die er selbst als politischer Quereinsteiger nicht mitbringt. Pence ist beliebt bei Evangelikalen und Sozialkonservativen. Seine Nominierung wird als Signal an den rechten Block der Republikaner und all jene, die Zweifel an Trumps ideologischer Standfestigkeit haben. gewertet. Aus seiner Zeit in der Parteiführung ist Pence gut vernetzt.

Parteitag der Republikaner am Montag
Am Montag beginnt der Parteitag, auf dem die Republikaner Trump offiziell zum Präsidentschaftskandidaten nominieren sollen. Eine Woche später wollen die Demokraten Hillary Clinton zur Kandidatin küren. Wer an der Seite der Ex-Außenministerin bei der Wahl am 8. November antritt, ist noch nicht bekannt.

Trump will den Parteitag der Republikaner zur Familienangelegenheit machen. Gleich fünf Mitglieder seiner Familie sollen zu den Delegierten sprechen. Auf der am Donnerstag veröffentlichten Rednerliste stehen seine Ehefrau Melania sowie seine vier erwachsenen Kinder Donald junior, Ivanka, Eric und Tiffany.

Trumps dritte Ehefrau Melania, ein aus Slowenien stammendes Ex-Model, hat sich im bisherigen Wahlkampf eher im Hintergrund gehalten. Sie erregte aber Aufsehen, als sie in einem Interview ihren Mann gegen den Vorwurf verteidigte, fremdenfeindlich zu sein. Intensiv eingebunden in Trumps Kampagne war hingegen schon bisher seine 34-jährige Tochter Ivanka, die als eine seiner engsten Beraterinnen gilt. Sie arbeitet auch auf einem Managementposten im Unternehmensimperium ihres Vaters.

Wie Ivanka stammen auch die Söhne Donald junior und Eric aus seiner ersten Ehe mit dem Model Ivana Trump. Auch sie arbeiten als Manager für ihren Vater. Die 22-jährige Tiffany Trump stammt aus seiner zweiten Ehe mit der Schauspielerin Marla Maples und hat vor Kurzem ein Studium an der University of Pennsyvlania abgeschlossen.

Viele Republikaner wollen Trump-Kür fernbleiben
Zahlreiche prominente Republikaner werden hingegen gar nicht am Parteitag teilnehmen. Dazu gehören die früheren Präsidenten George W. Bush und George H. W. Bush sowie der ehemalige Gouverneur des Bundesstaates Florida, Jeb Bush.

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