Di, 20. Februar 2018

15.627 Blitze

14.07.2016 16:03

Unwetter-Nacht über Kärnten

Das jüngste Unwetter mit Hagel, Sturmböen und Starkregen verursachte enorme Schäden an Gebäuden und in der Landwirtschaft. In einer einzigen Nacht wurden über Kärnten 15.627 Blitze registriert. Auch am Donnerstag waren viele noch mit dem Aufräumen beschäftigt. Die Unwettergefahr ist jetzt aber gebannt.

Am Freitag und am Wochenende soll das Wetter deutlich ruhiger und freundlicher werden. Die Bilanz des Unwetters: Am Weißensee fielen 103 Liter Regen pro Quadratmeter. "Das entspricht knapp zwei Dritteln der durchschnittlichen Menge im Juli", so Ubimet-Meteorologe Josef Lukas. Ein Tornado, vor dem Mittwoch gewarnt worden war, zog nicht über den Bezirk St. Veit. "Es dürfte aber ein Downburst gewesen sein, das ist extrem starker Regen mit Windböen. In St. Veit haben wir auf einem Quadratmeter binnen zehn Minuten ganze 16 Liter Regen gemessen", erklärt Lukas das Wetterphänomen, das nur kleinräumig auftritt.

Grundsätzlich wurden Windstärken bis zu 70 km/h, in Weitensfeld sogar 86 km/h gemessen. Die Windböen entwurzelten vielerorts Bäume. Die Wurzenpass-Straße war unpassierbar. In Pöckau krachte ein Baum auf einen Reisebus, der glücklicherweise unbesetzt war. In Gradisch bei Feldkirchen geriet durch beschädigte Stromleitungen ein Mast in Brand, was zunächst als Gebäudebrand wahrgenommen wurde und einen Großeinsatz der Feuerwehr auslöste. Im Pfadfindercamp "Techuana" in Rosegg verließen die Kinder Mittwochabend die Zelte und suchten Schutz unter einem Flugdach. Ein Betreuer rannte noch rasch in eines der Zelte, um etwas zu holen: In dem Moment fiel eine 20 Meter hohe Fichte um, zerstörte drei Zelte und verletzte den 35-Jährigen.

Wahrgenommen wurden in dieser Unwetter-Nacht auch zahlreiche Blitze: 15.627 allein in Kärnten! In Pietersberg bei Sillian in Osttirol setzte ein Blitz einen Heuschuppen in Brand.

Noch bevor das Unwetter hereinbrach, konnten die Wasserretter auf dem Faaker See einen Mann aus einem Ruderboot bergen.

Gut 600 Haushalte waren Donnerstagfrüh noch ohne Strom. Kelag-Mitarbeiter haben die Leitungen aber mittlerweile repariert.

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