Sa, 18. November 2017

UNESCO-Studie:

15.07.2016 06:14

263 Millionen Kinder gehen nicht in die Schule

Bildung für alle? Von diesem Ziel ist die Welt noch sehr weit entfernt. Trotz einiger Fortschritte in den vergangenen Jahren gehen laut neuester Studie der UN-Kulturorganisation UNESCO immer noch weltweit 263 Millionen Kinder und Jugendliche nicht in die Schule. Gründe seien Armut, der Wohnort, Geschlechter-Ungerechtigkeiten und Kriege.

Die jüngsten Daten für die Studie wurden für das Jahr 2014 erhoben. Zwar sei die aktuelle Zahl laut UNESCO deutlich geringer als noch etwa im Jahr 2000 mit rund 375 Millionen Betroffenen, aber seit 2007 habe sich dieser Fortschritt erkennbar verlangsamt, erklären die Autoren.

Allein 142 Millionen Jugendlichen im oberen Sekundarschulalter - also zwischen 15 und 17 Jahren - bleibe der Schulbesuch noch verwehrt, so die UNESCO am Donnerstag. Grund sei unter anderem, dass ihnen oft gar nichts anderes übrig bleibe, als zu arbeiten. In vielen Ländern gibt es für diese Altersgruppe keine Schulpflicht.

Hohe Rate in Subsahara-Afrika
Besonders hoch ist die Rate in Subsahara-Afrika, also in allen Ländern des Kontinents mit Ausnahme der Mittelmeer-Anrainerstaaten. Fast 60 Prozent der Jugendlichen zwischen 15 und 17 Jahren besuchen dort laut UNESCO keine Schule.

Neun Millionen Mädchen zwischen sechs und elf Jahren bekämen in dieser Weltregion nie die Chance, das Lesen und Schreiben in einer Volksschule zu lernen. Weltweit betrifft dieses Problem 15 Millionen Mädchen - und damit noch immer mehr als Burschen (zehn Millionen). Mehr als ein Drittel der Kinder im Grundschulalter, die keinen Zugang zu einer Schule haben, leben in Ländern, in denen bewaffnete Konflikte wüten.

Vereinte Nationen wollen bis 2030 Bildung für alle
Die Vereinten Nationen hatten im vergangenen September eine Bildungsagenda für die gesamte Staatengemeinschaft verabschiedet. Zu den Zielen zählte, bis 2030 eine gerechte, hochwertige Bildung für alle Menschen sicherzustellen. Die UNESCO unterstrich im Zusammenhang mit der Studie nochmals dieses Ziel.

Das könnte Sie auch interessieren
Kommentar schreiben

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team

Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Für den Newsletter anmelden