Di, 12. Dezember 2017

Tierquälerei

14.07.2016 11:36

17-Jähriger schächtete Schafe mitten auf Wiese

Ein 17-jähriger Bursche aus Graz soll gemeinsam mit seiner Mutter Anfang April auf einem Hof in der Oststeiermark drei Schafböcke geschächtet und damit vor dem Tod gequält haben. Schauplatz war die Wiese zweier Landwirte. Da weder eine befugte Person noch ein Betäuber oder Amtstierarzt - wie eigentlich bei dieser Art der Schlachtung vorgeschrieben - dabei waren, wurden die Beteiligten wegen Tierquälerei angezeigt.

Der Vorfall ereignete sich bereits am 9. April. Die Landwirte aus einem Ortsteil von St. Margarethen an der Raab hatten drei Schafböcke zum Verkauf angeboten. Interesse an den Tieren zeigte schließlich eine türkischstämmige Familie.

Wenig später kamen die 46-jährige Mutter und ihr 17 Jahre alter Sohn beim Hof vorbei, kauften die Tiere und fragten die Bauern, ob sie diese noch direkt auf dem Anwesen schlachten dürfen. Die Verkäufer stimmten zu - auf der Wiese schnitten die Kunden dann den Böcken die Kehlen auf und ließen sie ausbluten.

Zeugen meldeten Vorfall bei Tierschutzorganisation
Das Geschehen dürfte allerdings von Zeugen beobachtet worden sein, die daraufhin eine Tierschutzorganisation darüber in Kenntnis setzten. Diese wiederum wandte sich an die Polizei, woraufhin der Fall ins Rollen kam.

Nachdem die gesetzlich vorgeschriebenen Rahmenbedingungen, wie etwa eine Betäubung unmittelbar nach dem todbringenden Schnitt, nicht eingehalten wurden, liegt der Verdacht der Tierquälerei nahe. Ein amtstierärztliches Gutachten der Bezirkshauptmannschaft Weiz liege laut Polizei seit Mittwoch vor und bestätige den Verdacht.

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