Mo, 20. November 2017

Mit 360-Grad-Kameras

14.07.2016 11:23

„Sheep View“: Schafe scannen die Färöer-Inseln

Mit Google Street View können Internetnutzer in vielen Städten und sogar in kleineren Gemeinden oder in der freien Natur 360-Grad-Panoramaaufnahmen der Gegend betrachten. Das klappt bereits an vielen Orten, allerdings nicht auf den abgelegenen Färöer-Inseln im Nordatlantik. Ein Google-Auto mit 360-Grad-Kameras hat sich dorthin noch nicht verirrt, jetzt nehmen die Bewohner mit ihren Schafen das Scannen der Insel selbst in die Hand.

Dass man bei Google Maps zahlreiche andere Länder, aber nicht die Färöer-Inseln virtuell bereisen darf, wollte die gebürtige Färöerin Durita Dahl Andreassen nicht einfach hinnehmen. Gemeinsam mit der lokalen Tourismusbehörde Visit Färöer Islands startete sie das Projekt "SheepView360". Statt Google-Autos mit 360-Grad-Kameras kommen dabei Schafe - auf den kargen Inseln en masse vorhanden - zum Einsatz.

Fünf 360-Grad-Kameraschafe sind unterwegs
Fünf Tiere wurden von Dahl und ihren Mitstreitern mit 360-Grad-Kamera und Solarpanel zwecks Stromversorgung ausgestattet. Wie der IT-Blog "Mobilegeeks" berichtet, scannen die Schafe die Inseln zwar nicht sehr präzise ein, da sie ihren eigenen Routen folgen, Erfolge konnten die Sheep-View-Macher aber bereits feiern, wie dieses 360-Grad-Video (Achtung: Zum Abspielen brauchen Sie einen aktuellen Browser wie Mozilla Firefox, Google Chrome oder Microsoft Edge) zeigt:

Google hat sich gegenüber der britischen Zeitung "The Guardian" zum Sheep-View-Projekt der Färöer-Inseln geäußert - und der 50.000 Einwohner und 80.000 Schafe großen Inselnation angeboten, sich einfach Street-View-Equipment auszuborgen, um die prachtvollen Landschaften zu digitalisieren. Ob man die Google-Technologie auch auf Schafe montieren kann, ist allerdings nicht bekannt. Andernorts wurden aber immerhin bereits Kamele damit ausgerüstet.

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