Do, 14. Dezember 2017

Heiligenverehrung

14.07.2016 07:43

Jetzt wird's skurril: "Ronaldo wie Jesus Christus"

Cristiano Ronaldo, überragender Fußballer, begnadeter Selbstdarsteller, bis zur Heiligenverehrung umschwärmter Superstar. Der Kult um den frischgebackenen Europameister hat jetzt eine neue Dimension erreicht, die an Pathos - oder Peinlichkeit? - kaum mehr zu toppen sein dürfte. Ronaldos Schwester sei Dank ...

Katia Aveiro heißt die Dame, die hauptberuflich mit ihrem berühmten Bruder und dessen Reichtum auf Instagram und Co. prahlt: Fotos aus dem schicken Privatjet, Videos mit Ronaldos Sohnemann, Schnappschüsse von Luxus-Urlauben mit der Familie - Katia blüht im Cristianischen Zeitalter so richtig auf.

Schwulst und Pathos
Mit einem ihrer jüngsten Instagram-Posts schießt sie aber den Größenwahn-Vogel ab: Nach dem dramatischen EM-Finalsieg Portugals - Ronaldos bittere Tränen nach seiner verletzungsbedingen Auswechslung gingen um die Welt - verglich sie ihren berühmten Bruder unverblümt mit Jesus Christus. Unter einer Collage mit Tränen-Fotos von Ronaldo postet sie Zeilen, die vor Schwulst und Pathos nur so triefen.

Retter eines Volkes
Unter anderem heißt es darin: "Genau wie der Erlöser Jesus am Kreuz für eine bessere Welt gelitten hat, weinte Cristiano bittere Tränen, weil er seinem Volk nicht mehr beistehen konnte." Ja, eh! Ronaldo, der Heiland eines ganzen Volkes.

Da geht noch mehr
Ende des pathetischen Gesäusels? Aber wo! Da geht noch mehr. Die Auswechslung habe Ronaldo verletzt, als wären Dolche in seine Brust gerammt worden. Der Schrei des Schmerzes habe das ganze portugiesische Volk vereint. Wie gut, dass der Herr selbst auf seinen Sohn schaut. "Gott ist groß - und fair", ist Fräulein Aveiro überzeugt. Weswegen er "Gerechtigkeit" walten ließ und Portugal zum Europameister machte. Amen!

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