Do, 23. November 2017

Polizei ermittelt

14.07.2016 07:35

„Geisterschütze“ versetzt ganzen Ort in Angst

Ein mulmiges Gefühl macht sich derzeit bei vielen Bewohnern von Katzelsdorf im niederösterreichischen Bezirk Wiener Neustadt breit. Bereits zweimal wurde auf das Wohnhaus eines Ehepaares nahe einem Feldweg gefeuert. Die Polizei fahndet jetzt nach dem unbekannten Schützen, alle Waffenbesitzer im Ort werden dabei kontrolliert.

Eine brisante Entdeckung vor wenigen Tagen hatte die Hausbesitzer aufgeschreckt: In der Fassade steckte ein Projektil. Und das war nicht der erste derartige Vorfall auf dem Grundstück an einem Feldweg in Katzelsdorf: Schon im Spätherbst des vergangenen Jahres war dem Ehepaar eine vorerst mysteriöse Delle in einem der Fenster-Rollläden aufgefallen.

Damals vermuteten die Betroffenen, beim Rasenmähen sei möglicherweise ein Stein an der Wand hochgeschleudert worden - bis die Besitzerin auf eine Gewehrkugel stieß. "Der Fall wurde allerdings als unerklärliche Sachbeschädigung ad acta gelegt", sagt die Frau.

"Kugel steckte genau in Kopfhöhe"
Nachdem jetzt offenbar neuerlich ein Projektil in die Fassade eingeschlagen hat, haben die Besitzer abermals Anzeige erstattet. "Die Kugel steckte genau in Kopfhöhe. Das bedeutet ein enormes Verletzungsrisiko", so die Hausbewohner.

Die Polizei geht aufgrund der Spuren von einem Kleinkalibergewehr als Tatwaffe aus. Im Zuge der Erhebungen werden Inhaber von Waffenbesitzkarten im Ort unter die Lupe genommen, berichtet die "NÖN". "Hinweise auf den Schützen gibt es aber noch nicht", sagt ein Beamter.

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