Di, 21. November 2017

Tour de France

13.07.2016 17:42

Peter Sagan gewinnt Etappe nach Montpellier

Peter Sagan hat seinen zweiten Tagessieg bei der 103. Tour de France gefeiert. Der Slowake setzte sich am Mittwoch nach 162,5 Kilometern von Carcassonne nach Montpellier vor Tour-Spitzenreiter Christopher Froome durch. Das Hauptfeld folgte mit einigen Sekunden Rückstand.

Chris Froome hat zum zweiten Mal bei dieser Tour de France die Konkurrenz überrascht. Der Gesamtführende attackierte am Mittwoch auf der scheinbar den Sprintern vorbehaltenen Flachetappe von Carcassonne nach Montpellier 12 Kilometer vor dem Ziel und nahm seinen direkten Konkurrenten um den Toursieg zwölf Sekunden ab.

Preidler als bester Österreicher auf Platz 57
Den Tagessieg nach 162 Kilometern sicherte sich der Slowake Peter Sagan, der die Attacke initiiert hatte. Der Weltmeister im Grünen Trikot feierte seinen zweiten Tagessieg und seinen insgesamt sechsten bei der Frankreich-Rundfahrt. Froome, der nicht nur die anderen Topfavoriten, sondern auch die versammelte Sprinter-Elite um Mark Cavendish genarrt hatte, wurde Zweiter. Als bester der vier Österreicher kam Georg Preidler als 57. mit 30 Sekunden Rückstand ins Ziel.

Froome hatte schon in der vergangenen Woche bei der Abfahrt vom Peyresourde in den Pyrenäen mit einem Angriff überrascht und 23 Sekunden auf den zweifachen Tour-Zweiten und mutmaßlich härtesten Widersacher Nairo Quintana gutgemacht. Nun geht der Brite mit 28 Sekunden Vorsprung auf seine zweitplatzierten Landsmann Adam Yates in die womöglich vorentscheidenden Etappen auf den Mont Ventoux am Donnerstag und das Zeitfahren am Freitag über 37,5 Kilometer. Der Teilabschnitt auf den Mont Ventoux wurde aufgrund vorhergesagter Winde um ca. sechs Kilometer verkürzt.

Froome baut Vorsprung aus
Froome als genialer Abfahrer, Froome als Sprinter - der Brite ist in diesem Jahr für Überraschungen am Fließband gut. Am Donnerstag und Freitag will er in seinen eigentlichen Parade-Disziplinen seinen Vorsprung weiter ausbauen. "Froome hat mich gar nicht so überrascht. Er war heute den ganzen Tag immer vorne. Er ist sehr stark. Gut, wie es gelaufen ist - ich freue mich sehr, dass ich die Etappe gewinnen konnte", sagte Sagan.

Die großen Verlierer in Montpellier waren neben Quintana, der die Attacke verschlief, die Sprinter. Am Ende fehlten sechs Sekunden. Der Dreifach-Sieger Mark Cavendish spielte diesmal gar keine Rolle. Er fiel schon mehrere Kilometer vor dem Ziel aus der Verfolgergruppe zurück.

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