Mo, 23. Oktober 2017

"Rettet Leben"

13.07.2016 08:30

Tesla-Chef Musk: „Autopilot“-Funktion bleibt

Trotz laufender Ermittlungen von US-Behörden nach dem ersten tödlichen Crash mit einem vom Computer gesteuerten Auto, hält Tesla-Chef Elon Musk an seinem Fahrassistenten "Autopilot" fest. Den Fahrern solle künftig aber besser erklärt werden, wie er funktioniere und wie sie sich dabei verhalten sollten, sagte Musk dem "Wall Street Journal".

Tesla habe das System so schnell wie möglich auf den Markt bringen wollen, "weil wir wussten, dass es unterm Strich Leben retten wird", erklärte der Tech-Milliardär. Viele Leute verstünden aber nicht, "was es ist und wie man es einschaltet".

Das "Autopilot"-System kann vor allem Spur, Tempo und Abstand zum vorderen Fahrzeug halten. Tesla betonte aber stets, dass es seine Elektrowagen nicht zu selbstfahrenden Autos mache. Viele Fahrer überließen ihm jedoch weitegehend die Kontrolle, wie in diversen Videos im Internet zu sehen war.

Ein Tesla-Manager, der nicht namentlich genannt werden wollte, sagte der "New York Times", dass der "Autopilot" sicher sei. Nutzer müssten jedoch verstehen, dass ihn falsch zu benutzen "den Unterschied zwischen Leben und Tod bedeuten kann".

US-Verkehrsbehörde fordert Informationen zu "Autopilot"
Die US-Verkehrsbehörde NHTSA forderte bei Tesla unterdessen eine Vielzahl von Informationen zum "Autopilot"-Assistenten an. Unter anderem will sie eine Beschreibung des Systems, Daten zu Modifikationen, Testergebnisse sowie alle Beschwerden und Berichte zu Unfällen.

Das Unternehmen soll der Behörde auch Kopien aller Log-Daten aus dem tödlichen Unfall in Florida Anfang Mai aushändigen und erklären, zu welchem Zeitpunkt das System die Kollisionsgefahr hätte erkennen müssen. Die Anfrage sei ein üblicher Schritt bei Ermittlungen und bedeute keine Vorentscheidung, erklärte ein Sprecher der NHTSA dem Finanzdienst Bloomberg.

Anhänger für Verkehrsschild gehalten
Bei dem tödlichen Unfall Anfang Mai war ein Tesla mit eingeschaltetem "Autopilot"-System unter einen Lastwagen-Anhänger gerast, der die Straße querte. Tesla zufolge hatte die Software die weiße Seite des Anhängers für ein hochhängendes Autobahn-Schild gehalten - ein fataler Irrtum.

Das könnte Sie auch interessieren
Kommentar schreiben

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team

Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).