Mo, 20. November 2017

„Zusammen stärker“

12.07.2016 18:58

Konkurrent Sanders unterstützt offiziell Clinton

Der linke Senator Bernie Sanders hat sich im Rennen um das Weiße Haus offiziell hinter seine innerparteiliche Konkurrentin bei den US-Demokraten, Hillary Clinton, gestellt. "Sie wird die demokratische Präsidentschaftskandidatin sein", sagte Sanders am Dienstag bei einem Auftritt mit Clinton in Portsmouth im Bundesstaat New Hampshire. "Ich werde alles in meiner Macht Stehende tun, um sicherzustellen, dass sie die nächste Präsidentin der USA wird." Clinton bedankte sich bei dem 74-Jährigen: "Ich komme nicht umhin, zu sagen, wie viel mehr Spaß diese Wahl machen wird, nun da wir auf derselben Seite stehen", sagte sie. "Zusammen sind wir stärker."

Die Unterstützung durch Sanders ist ein wichtiges Signal. Clinton ist auf seine viele Millionen zählende Anhängerschaft dringend angewiesen, um die Präsidentschaftswahl am 8. November gegen den umstrittenen Republikaner Donald Trump zu gewinnen.

Kandidatenkür in zwei Wochen
Die 68-Jährige soll auf dem in zwei Wochen beginnenden Parteitag in Philadelphia, der sogenannten Convention, offiziell zur Präsidentschaftskandidatin gekürt werden. Die Demokraten wie auch die Republikaner hatten in 50 Staaten, fünf Außengebieten und in der Hauptstadt Washington ihren Kandidaten ausgesiebt.

Sanders bezeichnet sich selbst als demokratischen Sozialisten. Zu Beginn des Wahlkampfes galt er als Außenseiter, löste dann aber mit seinem Versprechen für eine politische Revolution eine große Bewegung aus. Vor allem bei vielen jungen Menschen kam seine fundamentale Systemkritik gut an. Seine Wahlkampfveranstaltungen glichen Festivals.

Die Begeisterung schlug sich auch in Wählerstimmen nieder. So setzte Sanders der Favoritin Clinton teilweise sehr zu. Sie gewann bei den Demokraten 34 der 56 Vorwahlen, er 22. Auch als sich die Ex-Außenministerin die für die Nominierung notwendige Zahl von Delegierten gesichert hatte, weigerte er sich aufzugeben. Stattdessen übte er weiter inhaltlichen Druck aus.

Clinton und die Partei machten ihm schließlich viele Zugeständnisse im Wahlprogramm. So setzen sie sich jetzt für einen Mindestlohn von 15 US-Dollar (etwa 13,50 Euro) ein sowie dafür, dass die Bundesstaaten auch gesetzliche Krankenversicherungen anbieten dürfen.

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