Sa, 16. Dezember 2017

Wegen Denkmalschutz

12.07.2016 15:14

Regierung gegen Abriss von Hitlers Geburtshaus

Innenminister Wolfgang Sobotka stößt mit seiner Idee, das Hitler-Geburtshaus im oberösterreichischen Braunau abzureißen, in der Regierungsspitze offenbar auf wenig Gegenliebe. Bundeskanzler Christian Kern sprach am Dienstag nach dem Ministerrat von praktischen Problemen, die sich durch den Denkmalschutz ergäben. Vizekanzler Reinhold Mitterlehner stellte überhaupt gleich fest, dass das Gebäude aus diesem Grund nicht abgerissen werden könne.

Mitterlehner schwebt nach der vom Ministerrat beschlossenen Enteignung der derzeitigen Besitzerin eher ein Projekt mit "pädagogischem Wert" vor, etwa ein Museum. Entschieden ist freilich noch nichts.

Sobotka verwies darauf, dass schon seit einiger Zeit eine Kommission tage, die sich mit einer möglichen Nutzung der Immobilie beschäftige. Sobald die Enteignung rechtskräftig ist, müssten von dieser Seite Vorschläge auf den Tisch kommen.

Hitler-Haus könnte zur Neonazi-Pilgerstätte werden
Der Leiter des Dokumentationsarchivs des Österreichischen Widerstands, Gerhard Baumgartner, forderte am Dienstag im Ö1-"Morgenjournal", dass der Platz, auf dem das Hitler-Haus steht, völlig entpolitisiert und beispielsweise ein Supermarkt an der Stelle gebaut wird. Der Verlust durch einen Abriss sei ein minimaler, außerdem müsse verhindert werden, dass das Haus zu einer Pilgerstätte für Neonazis wird.

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