Mo, 18. Dezember 2017

Forscher alarmiert

11.07.2016 13:05

Australien: Massives Mangroven-Sterben entdeckt

Ein massives Mangrovensterben im Norden Australiens hat Wissenschaftler alarmiert. Am Golf von Carpentaria an der Nordküste wurde bei Überflügen eine Fläche von bis zu 10.000 Hektar toter Mangrovenpflanzen entdeckt. Das Ausmaß sei beispiellos und besorgniserregend, sagte Mangrovenexperte Norm Duke von der James-Cook-Universität am Montag im Fernsehen. Er sei schockiert.

Duke machte den Klimawandel dafür verantwortlich. Die höheren Wassertemperaturen und spärlicheren Regenfälle hätten die Toleranzgrenze der Mangroven überschritten. Nachträglich ausgewertete Satellitenaufnahmen würden zeigen, dass sich die Landschaft innerhalb von vier Wochen im September und Oktober vergangenen Jahres dramatisch verändert hat. "Es ist das dramatischste, extremste Ausmaß an (Mangroven)-Sterben, das ich jemals gesehen habe", sagte er dem Sender ABC.

Wasser durch El Nino deutlich wärmer
Die Wassertemperaturen im Pazifik waren zusätzlich durch das alle paar Jahre auftretende Klimaphänomen El Nino deutlich angestiegen. Das hat am größten Korallenriff der Welt, dem Great Barrier Reef an der Ostküste Australiens, schon ein starkes Korallensterben verursacht.

Mangroven sind Bäume, die in tropischen Küstengewässern wachsen. Sie sind bedeutende Brutstätten für Fische und andere Tiere, reinigen von Land ins Meer abfließendes Wasser, schützen Küsten bei schweren Stürmen und sind zudem wichtige Speicher für das klimaschädliche Kohlendioxid.

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