Di, 21. November 2017

Nach Final-Drama

11.07.2016 07:48

Frankreich weint: „Haben große Chance vergeben“

Schlusspfiff. Aus der Traum, Ende des Erfolgslaufs, vorbei die Chance auf den Europameister-Hattrick! Im Video oben sehen Sie den entscheidenden Finaltreffer von Eder zum 1:0 für Portugal gegen Frankreich.

Da sanken sie alle zu Boden. Antoine Griezmann, Paul Pogba, Olivier Giroud, Hugo Lloris und wie sie alle heißen. Jeder wollte mit sich alleine sein, zum Teil flossen Tränen, zum Teil starrten sie in das große Schwarze des Pariser Nachthimmels. Die "Grande Nation" war plötzlich ganz klein.

Alle hatten sie nur ein Ziel gehabt: Den dritten EM-Titel nach 1984 und 2000. Nun standen sie knapp vor Mitternacht mit leeren Händen da, dass Griezmann auf der Anzeigetafel des Stade de France als Torschützenkönig angezeigt worden war, registrierte keiner. Kein Spieler, kein Fan.

Teamchef Didier Deschamps, als Spieler mit Frankreich 1998 Welt- und 2000 Europameister, stand ebenfalls gedankenverloren auf dem Rasen herum. Er hatte die Équipe tricolore nach mehreren Jahren voller Skandale wieder vereint, zu einer Mannschaft gemacht. Doch die Krönung blieb ihm und seinen Mannen verwehrt.

Stolze Heimserie geht zu Ende
Ausgerechnet im wichtigsten Spiel dieses Turniers riss Frankreichs so stolze Heimserie: 1984 hatte man auf dem Weg zum EM-Titel kein Spiel verloren, detto 1998 auf dem Weg zum WM-Titel. Sechs waren es bei dieser EURO auch schon gewesen, ehe Portugal alles zunichte machte.

Und so mussten sie hinauf zur Ehrentribüne durch das Spalier der Portugiesen, um sich ihre Medaillen abzuholen. Die sich manche gar nicht umhängten.

"Die Enttäuschung ist immens"
Deschamps war dann der erste, der sich "stellte" und Worte fand: "Wir haben eine große Chance vergeben, den Titel zu gewinnen. Es gibt keine Worte, um das Gefühl zu beschreiben. Die Enttäuschung ist immens. Es braucht Zeit, um das zu verarbeiten."

Eigentlich hatte Deschamps bei diesem Turnier alles richtig gemacht, stets die perfekte Taktik und Aufstellung gefunden, das 2:0 im Semifinale gegen Deutschland hatten viele schon als entscheidenden Schritt zum Titel angesehen - aber am Ende hatte es doch nicht gereicht. Selbst der personifizierte "Titel-Garant" Didier D. konnte es nicht richten.

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