So, 19. November 2017

Polizeichef enthüllt

10.07.2016 16:04

Dallas-Heckenschütze plante weit größeren Angriff

Der Polizistenmörder von Dallas hatte Pläne für eine noch größere Attacke als die tödlichen Schüsse auf die Beamten. Darauf deuteten unter anderem Eintragungen in seinem Tagebuch und Funde der Sprengstofffunde in seiner Wohnung hin, sagte der Polizeichef der texanischen Stadt, David Brown, am Sonntag in einem Interview für den Sender CNN.

Sniper Micah Xavier Johnson habe mit Sprengstoff experimentiert, das vorgefundene Material hätte "zerstörerische Auswirkungen" auf die Stadt Dallas und auf "den Norden von Texas" haben können, so Brown. Er enthüllte in dem Interview auch, dass der Täter im Treppenhaus der Garage, in der er später gezielt durch Sprengstoff getötet wurde, mit seinem eigenen Blut die Buchstaben RB an die Wand geschmiert habe. Möglicherweise sei er vor seinem Tod verletzt worden. Was die Buchstaben bedeuten, war zunächst unklar.

Fünf Polizisten aus dem Hinterhalt erschossen
Der 25-jährige Afroamerikaner Micah Johnson hatte in der Nacht zum Freitag während einer Demonstration gegen Polizeigewalt aus dem Hinterhalt fünf Polizisten erschossen und fünf weitere Beamte sowie zwei Zivilisten verletzt. Laut Polizeichef Brown soll er zuvor im Garten seines Wohnhauses militärische Praktiken geübt haben - so auch die Heckenschützentaktik, die er bei seiner Attacke anwendete: Schießen und dann immer wieder schnell den Ort wechseln. Einen Anschlag soll er aber schon länger geplant haben.

Dieses Überwachungsvideo zeigt den Heckenschützen von Dallas:

Sein Motiv soll Hass auf Weiße gewesen sein. In diese Richtung deuten jedenfalls Äußerungen des Mannes bei Verhandlungen mit Polizisten kurz vor seinem Tod. Aus seiner Facebook-Seite, die inzwischen deaktiviert wurde, ging hervor, dass Johnson Sympathien für radikale, schwarze Extremistengruppen bekundete.

Jede Menge Waffen in Täter-Wohnung gefunden
Die Polizei fand nach eigenen Angaben zudem in Johnsons Wohnung jede Menge Waffen und paramilitärisches Material - auch zum Bombenbau - sowie Schutzwesten, Munition und ein Handbuch für den bewaffneten Kampf.

Der 25-Jährige war ein Heeresveteran und wurde Ende 2013 in Afghanistan eingesetzt, allerdings nicht in Kämpfen. Mehreren Medienberichten zufolge wurde er nach dem Vorwurf der sexuellen Belästigung einer Soldatin aus dem Armeedienst entlassen und vorzeitig zurück nach Hause geschickt.

Polizeichef verteidigt Einsatz von Roboter
Der Polizeichef von Dallas verteidigte in dem CNN-Interview auch den Einsatz eines Roboters, um den Angreifer auszuschalten. Der Schütze habe während der stundenlangen Verhandlungen mit Polizisten nicht nur geschossen, sondern auch gelacht, gesungen und darüber gesprochen, wie viele Polizisten er wohl umbringen werde. Es habe keine andere Wahl gegeben, als ihn mit Hilfe des Roboters zu töten. "Ich würde es unter den gleichen Umständen wieder tun", sagte Brown.

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