Fr, 24. November 2017

Freund erstochen

08.07.2016 07:45

Mord in Linz: Erinnerungslücke statt Geständnis

Sie bleibt dabei: Maria W. (40), die einzige Verdächtige im Messermord von Linz-Ebelsberg, präsentierte auch im Gericht statt einem Geständnis ihre Erinnerungslücke. Sie könne sich nur an die Zeit vor und nach der Tat erinnern. Nun wird überlegt, ob die Frau bei der Tat überhaupt zurechnungsfähig war.

Die Verdächtige bestreitet den Mord zwar nicht, sie gibt aber an, sich nicht daran erinnern zu können. Laut Schnelltest hatte die 40-Jährige Psychopharmaka und Alkohol im Blut, als sie in den Morgenstunden des 2. Juli in einem Gemeindebau in Linz-Ebelsberg ihrem Lebensgefährten Günter H. (53) ein Messer in den Oberkörper gerammt haben soll. Sie gab nur zu Protokoll, dass es zuvor mehrfach Streit gegeben habe. Das Opfer verblutete in der Küche. Beide galten in der Nachbarschaft als äußerst trinkfreudig.

Psychologisches Gutachten nötig?
Die Linzer Staatsanwaltschaft erwägt nun, psychologische Gutachten in Auftrag zu geben. Zu prüfen wäre, ob Maria W. möglicherweise im Zustand der vollen Berauschung gehandelt hatte. Dafür müsste sie aber - laut gängiger Judikatur - zumindest einen Vollrausch mit mehr als drei Promille gehabt haben.

Weil die Beschuldigte auch seit Jahren dämpfende Psychopharmaka zu sich genommen haben soll, gehört auch die Frage der Zurechnungsfähigkeit untersucht. Sie bleibt in Untersuchungshaft.

Das könnte Sie auch interessieren
Kommentar schreiben

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team

Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Für den Newsletter anmelden