Mi, 22. November 2017

ARD-Experte

07.07.2016 16:34

Scholl: „Sorry, hatte einen Gehirn-Schluckauf“

Mehmet Scholl entschuldigte sich beim Chefscout von Jogi Löw nach seiner Taktik-Kritik: "Ich schaue die deutschen Spiele mit viel Emotion. Da passiert es, dass ich mal Gehirn-Schluckauf bekomme."

Nach dem deutschen Viertelfinale gegen Italien hatte Mehmet Scholl als TV-Experte der ARD mit Blick auf die Systemumstellung von Teamchef Jogi Löw (Dreierkette) dessen Chefscout Urs Siegenthaler hart attackiert: Dieser Herr möge bitte seinen Job machen, morgens liegen bleiben, die anderen zum Training gehen lassen und nicht mit irgendwelchen Ideen daherkommen."

"Spruch ungut, Analyse bleibt"
Dafür hatte er viel Kritik geerntet, unter anderem vom deutschen Teammanager Oliver Bierhoff ("Mehmet kennt unsere Abläufe nicht, weiß nicht, wie Entscheidungen getroffen werden, hat damit den gesamten Trainerstab angegriffen, das war unmöglich") geerntet. Auch Löw war verärgert gewesen ("ich finde es äußerst negativ, wenn man wertvolle Mitarbeiter von mir in meinem Stab persönlich angreift"), Scholl ruderte nun vor dem Halbfinale gegen Frankreich zurück, entschuldigte sich: "Diesen flapsigen Spruch in Richtung Urs Siegenthaler hätte ich mir schenken können. Der war nicht angebracht. Ich schaue die deutschen Spiele mit viel Emotion. Da passiert es, dass ich mal Gehirn-Schluckauf bekomme." Alles, was er zum Thema Analyse und Beratung gesagt habe, sehe er aber auch jetzt noch genauso: "Spruch ungut, Analyse bleibt!"

Scholl war ohnehin schon zuvor in der Kritik gestanden, da die "Bild"-Zeitung veröffentlicht hatte, was er und sein ZDF-Kollege verdienen sollen: Demnach bezieht Scholl rund 250.000 Grundgehalt pro Jahr, wird dazu noch nach Einsätzen vergütet, im Maximalfall bekomme er pro Spiel noch einmal 50.000 Euro - am Ende des Jahres könnte er auf rund 800.000 Euro kommen. Auch Kahn solle in diesem Bereich liegen, allerdings ausschließlich pauschal bezahlt werden, in Nicht-EM-Jahren verdiene er damit mehr als Scholl. Letzterer dementierte naturgemäß wie die TV-Anstalten die Zahlen: "Sie sind von der Realität genauso weit entfernt wie die Engländer von einem EM-Titel."

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