Mi, 22. November 2017

Spenden verschwunden

06.07.2016 10:19

38 mumifizierte Hunde: Prozess erneut vertagt

38 mumifizierte Hunde wurden 2014 im Haus einer "Tierschützerin" gefunden. Die Tränen, die die Angeklagte (63) beim Prozess in Ried vergoss, galten aber nicht den Tieren. Sie waren viel eher Zeugnis von Selbstmitleid. Ihr werden Tierquälerei und Betrug - es geht um 200.000 Euro Spendengeld - vorgeworfen.

Die Angeklagte galt als Expertin für Listenhunde. Was sich hinter den Mauern ihres Bauernhofes im Bezirk Schärding abspielte, bekam aber nicht einmal eine langjährige Freundin zu Gesicht. Im November 2014 wurden dort 38 teilweise mumifizierte oder verweste Hundeleichen gefunden. Neben den verhungerten Tieren lag säckeweise Hundefutter.

Freundin belastete Angeklagte
Sie sei selbst krank gewesen, zu schwach, sich um die Tiere zu kümmern, verantwortete sich die Angeklagte unter Tränen an den ersten beiden Prozesstagen. "Auffallend ist allerdings, dass ausgerechnet die Hunde tot waren, über die sie immer besonders geschimpft hat", wird sie am Montag von der Freundin belastet. Warum sie keine Hilfe in Anspruch genommen hat, konnte die Frau Staatsanwältin Petra Stranzinger auch nicht beantworten.

200.000 Euro Spenden verschwunden
Neben Tierquälerei wirft ihr die Anklägerin Betrug vor. Fast 200.000 Euro einer Wohltäterin sind verschwunden. Die Frau, die in der Schweiz lebt, war am Montag zu krank für eine Aussage. Vertagt.

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