Di, 24. Oktober 2017

Fühlte sich verfolgt

06.07.2016 10:17

Bewaffneter Verwirrter griff Google-Zentrale an

Weil er sich von Google ausspioniert gefühlt hat, hat ein offenbar geistig verwirrter Mann in Kalifornien einen Rachefeldzug gegen den Internetgiganten geführt. Seit Wochen hat er Google mit Attacken auf Robo- und Street-View-Autos belästigt, zuletzt marschierte er mit einer Waffe und einer Rohrbombe auf das Firmengelände. Der Google-Sicherheitsdienst und die Polizei stellten ihn.

Er wolle der Spionage durch Google ein Ende setzen: Mit diesem Motiv marschierte der verwirrte Mann vor einigen Tagen mit einer Rohrbombe und einer Waffe auf das Google-Firmengelände im kalifornischen Mountain View. Weit kam er nicht: Der Sicherheitsdienst stellte ihn und übergab ihn der Polizei. Jetzt ist er einem Bericht des Blogs "9to5Google" zufolge in Haft.

Feuer-Attacken auf Googles Robo-Autos
Wie sich herausstellte, hatte der 30-Jährige Google seit Wochen in Atem gehalten. Vor seiner Attacke auf das Hauptquartier soll er bereits auf die selbstfahrenden Autos und die mit 360-Grad-Kameras gespickten Street-View-Wagen des Konzerns losgegangen sein - einmal mit Molotow-Cocktails, einmal mit einer Art Flammenwerfer.

Auch einige eingeschlagene Fensterscheiben am Google-Firmengelände sollen auf das Konto des verwirrten Kaliforniers gehen. Bedenkt man, dass er offenbar schon seit einer Weile einen Privatkrieg gegen Google führt, hatten die Mitarbeiter des Internetkonzerns großes Glück, dass er bei seinem letzten bewaffneten Besuch gestellt werden konnte.

Google-Autos werden öfter zur Zielscheibe
Während der Angriff auf Googles Hauptquartier eine neue Dimension der Gewalt durch Google-Gegner darstellt, sind die Autos der Kalifornier schon öfter attackiert worden - allerdings nicht mit Molotow-Cocktails oder gar Flammenwerfern.

Normalerweise erfolgt der Protest gegen Googles Kamera-Autos eher friedlich - beispielsweise durch Menschenmengen, die sie aus ihren Wohngebieten fernhalten wollen. Oder durch einzelne Hausbesitzer, die Google-Autos aus ihrer Wohngegend verjagen wollen.

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