Di, 21. November 2017

Jubel bei der NASA

05.07.2016 09:02

Forschungssonde „Juno“ erreichte Jupiter

Der Riesenplanet Jupiter hat Besuch von der Erde: Nach fast fünfjähriger Reise durch das Sonnensystem ist die unbemannte NASA-Sonde "Juno" bei dem Gasplaneten angekommen und Dienstagfrüh erfolgreich in eine Umlaufbahn eingeschwenkt. Das technisch heikle Manöver glückte wie vorgesehen.

"Wir sind drin", rief der Chefentwickler der US-Raumfahrtbehörde NASA, Scott Bolton, am Kontrollzentrum in Pasadena. Das Manöver zum Einfädeln der Sonde in die Umlaufbahn sei "das Schwierigste, was die NASA je gemacht hat".

NASA-Kontrollzentrum bricht in Jubel aus
Die kritische Phase der rund eine Milliarde Euro teuren Mission hatte damit begonnen, das Haupttriebwerk von "Juno" für rund 35 Minuten lang zu zünden, um das Raumfahrzeug abzubremsen und so in einen Jupiter-Orbit zu zwingen. Dieses Manöver war von den NASA-Experten als besonders spannend bewertet worden, ein Gelingen galt keinesfalls als gesichert. Nach dem geglückten Manöver brach im NASA-Kontrollzentrum Jubel aus.

"Juno", benannt nach der Gattin des Göttervaters Jupiter in der römischen Mythologie, soll unter anderem den Wassergehalt in der Jupiter-Atmosphäre erforschen. Außerdem erhoffen sich die Forscher von den Daten der Sonde Aufschluss darüber, ob der Gasplanet mit seinen gigantischen Wolkenbändern einen festen Kern aus schweren Elementen besitzt.

Dazu soll die Sonde den Jupiter 20 Monate lang umrunden und sich dabei dessen äußersten Atmosphäre-Wolken auf bis zu 5000 Kilometern nähern. Keine andere Raumsonde hat den bei weitem größten Planeten unseres Sonnensystems bisher so eng umkreist. Auf ihrer Bahn um Jupiter wird "Juno" einer hohen Strahlung in dessen Atmosphäre ausgesetzt sein.

Reise in die "Vergangenheit" des Sonnensystems
"Junos" Reise zu dem Gasriesen ist auch ein Flug in die Anfänge des Sonnensystems vor 4,6 Milliarden Jahren: Unter den acht Planeten gilt Jupiter als der erste, der sich nach Geburt der Sonne gebildet hat. Jupiter bildete sich also aus einem Großteil der Materie, die bei der Entstehung der Sonne übrig geblieben war.

Mit Hilfe der NASA-Sonde wollen die Forscher zudem mehr über das extrem starke Magnetfeld des Jupiter erfahren und über den sogenannten Großen Roten Fleck auf der Südhalbkugel des Riesenplaneten - einen gigantischen Sturm größer als die Erde, der seit mehr als 300 Jahren beobachtet wird.

Jupiter, der sonnennächste äußere Planet
Der Jupiter weist einen Durchmesser von knapp 143.000 Kilometern auf und umkreist die Sonne in einer Entfernung von 740 bis 815 Millionen Kilometern. Zum Vergleich: Die durchschnittliche Entfernung zwischen Erde und Sonne beträgt rund 150 Millionen Kilometer. Der Jupiter ist der sonnennächste der vier sogenannten äußeren Planeten, zu denen auch Saturn, Uranus und Neptun gehören. Die Erde zählt mit Merkur, Venus und Mars zu den inneren Planeten.

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