Do, 23. November 2017

DDoS-Attacken

04.07.2016 13:31

Hacker greifen mit gekaperten Security-Kameras an

Die Hackergruppe Lizard Squad, die unter anderem mit Angriffen auf die Multiplayer-Dienste von Sonys PlayStation und Microsofts Xbox bekannt wurde, hat eine neue Waffe. Wie die Security-Firma Arbor Networks entdeckt hat, haben die Hacker Tausende vernetzte Überwachungskameras unter ihre Kontrolle gebracht, mit denen sie DDoS-Angriffe ausführen.

Dabei wird eine Website so lang mit Anfragen bombardiert, bis sie unter der Last den Dienst quittiert. Wie das IT-Portal "Engadget" berichtet, erfolgen solche Angriffe normalerweise mit gekaperten PCs, sogenannten Botnets.

Doch die vernetzten Kameras sind für die Hacker von Lizard Squad eine willkommene Alternative. Lizard Squad soll mit dem Kamera-Botnet bereits Banken, Gaming-Seiten und Regierungen sowie Internetprovider angegriffen haben. Teilweise sollen dabei 400 Gigabit pro Sekunde auf die Websites losgelassen worden sein.

Vernetzte Kameras oft schlecht gesichert
Die vernetzten Kameras sind für die Hacker offenbar deshalb interessant, weil sie leicht angreifbar sind. Auf ihnen sind gängige Betriebssysteme wie Linux meist schlecht gesichert, oft lassen die Besitzer der Kameras die Werkspasswörter eingestellt und aktualisieren ihre Geräte nicht. Entsprechend einfach ist es für Angreifer, in solche Geräte einzusteigen.

Die Entdeckung zeigt einmal mehr ein Grundproblem, das viele vernetzte Geräte und das Internet der Dinge an sich haben. Wenn immer mehr vernetzte Geräte ins Internet eingegliedert, dabei aber nicht ausreichend vor fremdem Zugriff geschützt werden, ist es für Hacker umso einfacher, Botnets aufzubauen - etwa mit vernetzten Fernsehern, Haushaltsgeräten oder eben Überwachungskameras.

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