Di, 17. Oktober 2017

Frau erstach Freund

03.07.2016 13:29

Messermord in Linz „war nur eine Frage der Zeit“

"Hast du schon gehört, die Sabrina hat den Günter erstochen" - nach der Bluttat in einem Gemeindebau in Linz-Ebelsberg wirken Nachbarn nicht überrascht. Zu oft gab es Streit zwischen der Verdächtigen (40) und ihrem Lebensgefährten (53). "Irgendwann wird es zur Explosion zwischen den beiden kommen", waren sich Nachbarn und Freunde schon lange sicher. In der Nacht auf Samstag kurz vor 3 Uhr kam es dann schließlich zur Bluttat.

"Es hat ständig zwischen ihnen gekracht, vor allem, wenn sie zu viel getrunken haben. Und das haben sie oft", berichten Nachbarn in dem Gemeindebau im Linzer Stadtteil Ebelsberg. Sie wurden regelmäßig Augen- und Ohrenzeugen, wenn wieder die Fetzen zwischen der 40-Jährigen und ihrem um dreizehn Jahre älteren Lebensgefährten flogen.

Nachbar David "Dave" Durakovic, der mit dem Paar eng befreundet war, meint sogar: "Ich hab' mir schon oft gedacht, dass ich wegen ihnen einmal den Leichenwagen vor dem Haus stehen sehen werde. Genauso war's jetzt." Und weiter: "Es war nur eine Frage der Zeit, bis es zur Katastrophe kommt."

Messerstich in die Brust
Am Samstag frühmorgens eskalierte der Dauerstreit. Laut den Ermittlungen des Landeskriminalamts dürfte die 40-Jährige durchgedreht sein. Um 3.05 Uhr früh alarmierte sie per Notruf die Polizei, dass ihr Lebensgefährte reglos am Boden liege. Wie berichtet, ergab die Obduktion, dass ein Messerstich in Brust die Todesursache war. Das Opfer war jedoch offenbar nicht sofort tot - der grausige Verdacht liegt nahe, dass die mutmaßliche Täterin ihren Lebensgefährten verbluten, also vor der Alarmierung des Notrufs einige Zeit verstreichen ließ. Auch hatte sie sich schon die blutigen Hände gewaschen, als sie festgenommen wurde.

Eine Verdächtige mit vielen Namen
Die mutmaßliche Mörderin dürfte eine interessante Persönlichkeit sein: Von den Nachbarn ließ sie sich "Sabrina" nennen, tatsächlich heißt sie Maria Magdalena W. und stammt aus Luftenberg. Die Mühlviertlerin mit ungarisch-kroatischen Wurzeln gab bei der Polizei allerdings an, dass ihr Spitzname "Ria" sei. Damit nicht genug: Auf Facebook gibt sie sich als "Juli L." aus. Eine Frau mit vielen Namen - und offenbar auch psychischen Problemen, die durch exzessiven Alkoholkonsum verstärkt worden sein dürften.

Über ihr Opfer Günter H. ist wenig bekannt. Die Nachbarn beschreiben ihn als ruhig und freundlich. Er war Leasingarbeiter und Kraftfahrer und stammte aus dem Waldviertel.

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