Fr, 24. November 2017

„Keinesfalls zahlen“

01.07.2016 10:01

Telefonsex: AK warnt vor falschen Rechnungen

Rechnungen über Telefonsex-Dienstleistungen, die man nie in Anspruch genommen hat: Die Arbeiterkammer Vorarlberg warnt vor Betrügern aus Osteuropa, die von Unschuldigen Geld für angeblich erbrachte Erotik-Dienstleistungen verlangen. "Unsere Empfehlung lautet ganz klar: Nicht zahlen", riet AK-Konsumentenschützer Franz Valandro am Freitag.

Seit einiger Zeit verzeichne die AK Vorarlberg Anfragen von besorgten Bürgern. Das krasseste Beispiel einer 87-jährigen Montafonerin lässt auf Abzocke im großen Stil schließen. Der Trick ist immer derselbe: Die Dienstleister treten unter verschiedenen Firmennamen auf und haben meist Adresse und Bankverbindung in Tschechien oder der Slowakei.

Betrüger üben Druck auf Opfer aus
Dreist würden die Gauner, wenn man die Rechnung nicht sofort begleiche. Einem Feldkircher, der eine Forderung aus Prag über 90 Euro für Telefonsex ignorierte, schickte ein Unternehmen "Reinhardt" eine "letzte" Mahnung über 195 Euro hinterher. Diesmal versehen mit einer deutschen Telefonnummer.

Nicht anrufen, nicht zahlen
Die AK empfahl dem Betroffenen, dort nicht anzurufen und auch auf keinen Fall Geld zu überweisen. Die Schreiben an das Feldkircher Opfer und an die 87-jährige Montafonerin gleichen sich übrigens wie ein Ei dem anderen, auch wenn die Firmennamen variieren. Ob "F.G.S.C." oder "Reinhardt", in beiden Fällen prangt der Schriftzug "Ihr Partner in Sachen Dienstleistungen" auf dem Briefkopf.

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