Di, 21. November 2017

Russland

30.06.2016 08:46

Google: Entscheidung in Kartellstreit vertagt

Der Kartellstreit zwischen russischen Behörden und dem US-Internetriesen Google dauert an. Das Anti-Monopol-Komitee in Moskau verschob am Mittwoch erneut die Entscheidung darüber, in welcher Höhe Google Strafe zahlen muss. Ein neuer Termin wurde nicht festgesetzt, wie die Nachrichtenagentur Interfax meldete.

Die Kartellwächter werfen Google vor, beim Verkauf von Smartphones mit seinem Android-Betriebssystem in Russland einheimischen App-Anbietern den Zugang zu versperren. Der russische Suchmaschinen-Marktführer Yandex hatte dagegen geklagt, dass Google-Anwendungen vorinstalliert sind.

Google wehrt sich vor russischen Schiedsgerichten dagegen, überhaupt zu einer Strafe verurteilt zu werden. Das Bußgeld kann laut Gesetz bis zu 15 Prozent des Google-Umsatzes mit Apps in Russland im Jahr 2014 betragen, wobei bisher keine der beiden Seiten den Streitwert öffentlich beziffert hat.

Google auch im Visier der EU
Auch die Kartellwächter der EU-Kommission prüfen Google schon seit Jahren. Sie warfen dem Unternehmen im April unfairen Wettbewerb bei Android vor. Dabei geht es auch darum, dass Hersteller von Android-Geräten mit integrierten Diensten des Konzerns zwingend die Google-Suche und den Web-Browser Google Chrome vorinstallieren müssen. Google weist die Vorwürfe zurück.

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