Mo, 20. November 2017

Krebsuntersuchungen

28.06.2016 11:48

Oberhauser drängt jetzt auf kürzere Wartezeiten

Angesichts der neu aufgeflammten Diskussion über lange Wartezeiten auf CT- und MR-Untersuchungen auch für Krebspatienten geht Gesundheitsministerin Sabine Oberhauser die Geduld aus. Zwischen Wirtschaftskammer und Sozialversicherung müsse es "jetzt vor dem Sommer" Klarheit über das weitere Vorgehen geben, andernfalls werde sie gesetzlich eingreifen, warnte Oberhauser am Dienstag.

"Es ist völlig inakzeptabel, dass Menschen, die eine Verdachtsdiagnose auf Krebs oder eine sonstige lebensbedrohliche Erkrankung haben, wochenlang auf ein MR oder CT warten müssen, außer sie bezahlen", kritisierte Oberhauser. krone.at hatte am Montag über die Missstände berichtet.

Es brauche für Patienten zunächst eine zentrale Anlaufstelle, die zu Instituten mit freien Terminen vermittle, aber auch eine Reihung nach Dringlichkeit. Außerdem müssten sich Vertreter der Institute und der Sozialversicherung darauf einigen, wie der gemeinsam abgeschlossene Vertrag zu interpretieren sei, betonte die Ministerin nun.

"Wenn es jetzt zu keiner Lösung kommt, werden wir eine Möglichkeit schaffen, dass die Sozialversicherung einzelne Verträge abschließen kann mit Instituten, um die Versorgung für die Patienten gewährleisten zu können", so Oberhauser. Man würde dies mit jenen Instituten machen, "die bereit sind, diesen Berg, den wir hier offensichtlich an Rückstau haben, auch gemeinsam abzuarbeiten".

Streit zieht sich bereits seit Jahren hin
Der Streit zwischen den MR- und CT-Instituten und dem Hauptverband der Sozialversicherungsträger zieht sich schon seit Jahren hin. Die Ärztevertreter argumentieren mit Deckelungen durch die Kassen. Sind diese nach einem bestimmten Zeitraum erreicht, wollen die Ärzte keine Kassenpatienten mehr übernehmen. Die Sozialversicherung pocht hingegen auf die Leistungspflicht der Mediziner.

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