Mo, 20. November 2017

Mit Magnet-Scannern

28.06.2016 11:30

Tour de France: Aktion scharf gegen Elektro-Doping

Nachdem die Welt des Radsports heuer durch einen Fall von Elektro-Doping in Belgien erschüttert wurde, wollen die Veranstalter der Tour de France bei ihrem traditionsreichen Rennen nichts dem Zufall überlassen. Sie haben angekündigt, Tausende Fahrräder der Teilnehmer mit Scannern auf verbotene Hilfsmittel zu testen.

Anlass für die Aktion scharf gegen Elektro-Doping: Bereits im Februar wurde bei der Rad-WM im Querfeldeinrennen in Belgien eine Athletin disqualifiziert, weil sie mit einem im Rahmen des Fahrrads versteckten Hilfsmotor betrogen hat. Die Disziplinarkommission des Weltverbands belegte die U23-Sportlerin später mit einer sechsjährigen Sperre.

Spezielle Scanner orten Magnetfeld-Störungen
Damit so etwas nicht bei der am 2. Juli beginnenden Tour de France passiert, haben die Veranstalter angekündigt, das Material der Sportler genau untersuchen zu wollen. Sie planen laut "The Verge" den Einsatz spezieller Scanner, die ein Magnetfeld erzeugen und Störungen in diesem Feld - etwa durch einen Motor oder einen Akku - erkennen können.

Pro Fahrrad dauert der Scanvorgang ungefähr eine Minute, insgesamt wollen die Veranstalter der Tour de France 3000 bis 4000 Räder testen. Werden dabei Unregelmäßigkeiten entdeckt, wird das betroffene Fahrrad zerlegt und genauer unter die Lupe genommen.

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