Sa, 25. November 2017

Wenig Honig

24.06.2016 10:58

Pestizid-Verbot „rettet“ Bienen

Ein Jahr mit starken, guten Bienenvölkern, aber leider mit schwacher Honigproduktion - so bringt ein oststeirischer Imker den derzeitigen Status Quo auf den Punkt. Das Wetter hat den kleinen, emsigen Honigmacherinnen leider extrem zugesetzt - dafür profitieren sie extrem vom Pestizidverbot. "Wir hoffen sehr, dieses bleibt aufrecht!"

"Wir befinden uns in einem Wechselbad der Gefühle", sagt Josef Ulz, der in Markt Hartmannsdorf eine bekannte Imkerei mit Hofverkauf betreibt. Denn: "Auf der einen Seite haben wir starke Bienenvölker, die Tiere haben durch den milden Winter schon früh und intensiv zu brüten begonnen."

"Sie fliegen nicht so viel wie sonst"
Auf der anderen Seite aber: "Sie fliegen nicht so viel wie sonst. Das Wetter spielt nicht mit." Auch die Quantität des Honigs wird dadurch beeinträchtigt: "Das Angebot von der Natur her war zwar hervorragend. Aber der Regen hat so viel an Blüten ausgeschwemmt."

Milbe vermehrte sich im milden Winter
Lediglich jene Imker, die mobil auch Richtung Burgenland oder Niederösterreich unterwegs waren, haben "eine halbwegs gute Ausbeute. Bei allen anderen ist diese bei Blütenhonig meistens unter dem Schnitt." Die Produktion von Waldhonig ist derzeit noch im vollen Gange. Der milde Winter hatte auch einen Riesennachteil: die Varroa-Milbe. Ulz: "Sie vermehrt sich dann, wenn die Bienen brüten. Und das haben sie eben früher und intensiver als sonst." Imker, die nicht konsequent bei der Bekämpfung wären, "kriegen ein Problem".

"Ausfälle blieben aus"
Macht sich das Verbot diverser Pestizide bemerkbar? Ulz: "Auf jeden Fall! Die Ausfälle, die wir dadurch um diese Zeit hatten, sind ausgeblieben. Die Bienenvölker konnten damit stark werden." Fazit: "Aus Sicht der Imker kann man nur hoffen, dass das Verbot aufrecht bleibt!"

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