Mi, 22. November 2017

Promis über Brexit:

24.06.2016 09:30

„Ergebnis am liebsten wie Harry Potter wegzaubern“

"Ich glaube, ich habe mir nie zuvor mehr gewünscht, Magie zu besitzen", schreibt "Harry Potter"-Autorin Joanne K. Rowling auf Twitter, nachdem feststand, dass Großbritannien den Brexit wagt und aus der EU austreten wird. Und auch sonst reagieren die britischen Promis geschockt über die Entscheidung ihrer Landsleute.

Wie viele britische Stars wartete auch die "Harry Potter"-Autorin am Freitag gebannt auf die Ergebnisse der Brexit-Abstimmung. Als schließlich feststand, dass rund 52 Prozent der Briten für den Austritt aus der EU gestimmt haben, brachte Rowling auf Twitter ihren Unmut über die Entscheidung zum Ausdruck.

Außerdem ist sich die Autorin sicher, dass sich "Schottland jetzt um Unabhängigkeit bemühen" werde. Immerhin sprachen sich die schottischen Wähler im Gegensatz zum britischen Gesamtergebnis in allen Wahlkreisen mehrheitlich für einen Verbleib aus.

Auch "Dr. House"-Star Hugh Laurie bekundete seinen Unmut über die Entscheidung der Briten auf Twitter. Dort schreibt er: "Gratulation an die Aussteiger. Rückwärts ist hinüber und nach unten, immer leicht auf der Kupplung."

James Corden, der mittlerweile in den USA lebt und dort mit seiner Talkshow Erfolge feiert, ist entsetzt über die Entscheidung. Auf Twitter schreibt der britische Moderator: "Ich kriege es nicht in meinen Kopf, was gerade in Großbritannien passiert. Es tut mir für die britische Jugend so leid. Ich fürchte, ihr seid heute im Stich gelassen worden."

Model Daisy Lowe postete auf Instagram eine Europaflagge, die eine Träne weint. Als schlichten Kommentar zu diesem Post setzte die Tochter von Rocker Gavin Rossdale ein gebrochenes Herz.

Ellie Goulding zeigte sich auf Twitter geschockt: "Ich bin untröstlich nach dieser Nachricht."

"Heute schaue ich meine kleinen Buben schweren Herzens an", schreibt Sängerin und Vierfach-Mama Sophie Ellis-Bextor ebenfalls auf Twitter: "Ich habe das Gefühl, mein Land war nicht gut zu ihnen. Schwarze Tage."

Michael Sheen ist von der Entwicklung ebenfalls geschockt: "Wales vertraut sich einer neuen, weiter rechts orientierten Tory-Führung an, damit diese genau so viel Geld in ärmere Gegenden steckt, wie es die EU ohnehin getan hat."

"Ich erkenne dieses Land nicht wieder", kann es Schauspieler Tom Cullen nicht fassen. "Was ist passiert? Mein Herz ist gebrochen."

Lindsay Lohan, seit Kurzem Wahl-Londonerin, wartete die ganze Nacht gespannt auf das Ergebnis des Brexit-Referendums. Noch vor dem endgültigen Endergebnis hoffte die Schauspielerin aber inständig, dass sich die Briten gegen den Austritt aus der EU entschieden hätten:

Wie Lohan hatten sich auch die Beckhams bereits vor dem Wahlgang gegen einen Brexit ausgesprochen. Auf Facebook fand David Beckham klare Worte für seine Entschluss: "Ich liebe mein Land und wie auch immer das Resultat am Donnerstag ausfallen wird, wir werden immer 'groß' sein. Jede Seite hat das Recht auf ihre Meinung und das sollte immer respektiert werden, wie auch immer das Ergebnis des Europa-Referendums ausfallen wird", schrieb Beckham.

Er habe als Kicker viele Jahre bei Manchester United gespielt, aber er habe auch "das Privileg" gehabt, in Madrid, Mailand oder Paris zu spielen - mit Teamkollegen aus ganz Europa und der ganzen Welt. "Diese großen europäischen Städte und ihre leidenschaftlichen Fans haben mich und meine Familie willkommen geheißen und haben uns die Möglichkeit gegeben, ihre einzigartigen und inspirierenden Kulturen und Menschen zu genießen", so Beckham weiter. "Wir leben in einer dynamischen und verbundenen Welt, in der wir als Menschen stark sind. Für unsere Kinder und deren Kinder sollten wir die Probleme der Welt gemeinsam angehen, nicht allein. Aus diesem Grund wähle ich, zu bleiben."

Bereits im Vorfeld viele Stars gegen Brexit
Bereits im Vorfeld hatten sich 282 Stars aus der britischen Film-, Kunst- und Musikszene für den Verbleib ihres Landes in der EU starkgemacht. In einem offenen Brief, den der "Daily Telegraph" veröffentlichte, schrieben die Promis, die Insel sei nicht nur stärker in Europa, sie bleibe auch einfallsreicher und kreativer, wenn der Brexit abgewendet werde.

Das Schreiben wurde unter anderem von Benedict Cumberbatch, Regisseur Danny Boyle und Vivienne Westwood unterzeichnet. Wörtlich hieß es: "Unser weltweiter kreativer Erfolg würde erheblich geschwächt, wenn wir weglaufen... Von der kleinsten Galerie bis zum größten Blockbuster haben viele von uns an Projekten gearbeitet, die ohne EU-Förderung oder internationale Zusammenarbeit nie stattgefunden hätten."

Brexit-Befürworter jubeln
Im Gegensatz zu vielen ihrer Kollegen hat sich Liz Hurley schon vor dem Wahlgang offen dazu bekannt, für einen Ausstieg aus der EU zu stimmen. Die Stunden bis zum Endergebnis verfolgte die Schauspielerin schließlich mit Spannung. "Ich bin mir nicht sicher, ob meine Fingernägel mehr Herumbeißen noch ertragen...", schrieb die Schauspielerin weit nach Mitternacht auf Twitter.

Als schließlich feststand, dass sich die Briten für den Brexit ausgesprochen hatten, twitterte die 51-Jährige schließlich: "Eine lange, emotionale Nacht. Süße Träume."

Auch Schauspieler Michael Caine wird sich über das Ergebnis der Abstimmung wohl freuen. Er sprach sich bereits vor dem Wahlgang gegen die EU aus, da er nicht länger Vorschriften aus Brüssel diktiert bekommen wolle - von "Tausenden gesichtslosen Beamten". Und auch John Cleese meinte vorab: "Würde es in der EU die Chance auf maßgebliche Reformen geben, würde ich für den Verbleib stimmen." Diese Möglichkeit sehe er jedoch nicht.

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