So, 19. November 2017

Berufsfeuerwehr

23.06.2016 18:08

Ätzende Säure am Hauptbahnhof ausgelaufen

23 Männer der Berufsfeuerwehr hatten in der Nacht zum Donnerstag am Salzburger Hauptbahnhof mit 1000 Liter höchst ätzender Säure zu kämpfen, die aus einem lecken Tank floss. Ganze fünf Stunden lang wurden die für die Umwelt äußerst gefährlichen Schadstoffe unter gasdichten Schutzanzügen gebunden - mit Erfolg!

In der Lastenstraße stand der IBS-Container auf einer Palette auf der Laderampe - ein einfacher Würfel aus Kunststoff mit einem Fassungsvolumen von 1 m3, der plötzlich leck geschlagen hat. ÖBB-Arbeiter sind darauf aufmerksam geworden und haben sofort gehandelt.

"Wir wurden um 22 Uhr alarmiert. Als wir ankamen, waren Dreiviertel des Inhalts ausgetreten. Mit einem speziellen Bindemittel haben wir die Schadstoffe gebunden", blickt Branddirektor Reinhold Ortler auf eine ereignisreiche Nacht zurück. Selbstverständlich war bei diesem Einsatz besondere Vorsicht geboten, weshalb sich alle 23 Berufsfeuerwehrler in gasdichte Säureschutzanzügen hüllten. Äußerst präzise wurden 800 Liter der mit Umweltgefährdung gekennzeichneten Flüssigkeit mit Sondergeräten zusammengekehrt und in verschlossene Fässer deponiert - fünf Stunden lang.

Keine Umweltschäden dank exzellenter Arbeit
Auch Landeschemiker Dr. Repetschnig wurde herangezogen, um die Unfallstelle zu überprüfen. Warum der Behälter undicht war, ist bislang unklar. "Nach dem Versand eines Gefahrgutes entsteht eine Kette von Verantwortlichen. In diesem Fall sind wir an die Infos der ÖBB gebunden, wer der Versender ist", so Ortler. Das Gefahrgut wurde sorgsam aufgesammelt, Folgeschäden sind ausgeschlossen. Schlimmstenfalls hätten die giftigen Chemikalien ins Grundwasser gelangen können. Zum Glück kommt dies nicht allzu häufig vor, "einmal im Quartal müssen wir zu Gefahrgut-Einsätzen wie diesen ausrücken."

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