So, 17. Dezember 2017

Hartnäckig

23.06.2016 15:41

Blackberry-Chef will im Smartphone-Markt bleiben

Blackberry will trotz nur noch homöopathischer Marktanteile im Smartphone-Markt bleiben. "Ich glaube nach wie vor, dass wir Geld im Geräte-Geschäft verdienen können", sagte Konzernchef John Chen am Donnerstag. Unter anderem verließen sich viele Regierungen weltweit nach wie vor auf Geräte des kanadischen Smartphone-Pioniers.

In den vergangenen drei Monaten setzte Blackberry noch 500.000 Smartphones zu einem Durchschnittspreis von 290 Dollar (257 Euro) ab. Der Marktanteil war zuletzt auf lediglich 0,2 Prozent geschrumpft. Chen erwägt inzwischen, das eigene Betriebssystem aufzugeben und auf Android umzusteigen. Aktuell ist ein Blackberry-Modell mit Android auf dem Markt. Es sei aber zu teuer für den Unternehmensmarkt, räumte Chen ein. "Nur Top-Manager können es sich leisten." Die zwei für dieses Jahr geplanten neuen Blackberry-Geräte sollen im mittleren Preisbereich liegen. Angaben dazu, mit welchem Betriebssystem sie laufen werden, machte Chen jedoch nicht.

Lizenzen für Blackberry-Technologien
Zugleich will Chen Lizenzen auf bei Blackberry entwickelte Technologien verkaufen, zum Beispiel Antennentechnik oder Software-Lösungen. Das sei auch eine Absicherung für einen möglichen Ausstieg aus dem Hardware-Geschäft, sagte Chen und bekräftigte zugleich, dass er die rund 30.000 Blackberry-Patente lizenzieren und nicht versilbern wolle. "Ich will die Patente nicht verkaufen. Aber wenn wir uns dazu entschließen sollten, würden wir schnell damit vorankommen können."

Schwarze Zahlen oder Aus für Hardware-Geschäft
Blackberry hatte die Anfangsjahre des Smartphone-Geschäfts geprägt, wurde jedoch bald von Apples iPhone und Geräten mit Googles Android verdrängt. Chen richtet Blackberry nun vor allem auf das Geschäft mit Software und Dienstleistungen für Unternehmen aus. Die Smartphone-Sparte soll in einem halben Jahr operativ schwarze Zahlen ausweisen, andernfalls, hatte Chen wiederholt angekündigt, werde Blackberry aus dem Hardware-Geschäft aussteigen.

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