Di, 21. November 2017

US-Sammelklage

23.06.2016 11:56

Linux auf PS3 gestrichen: Sony zahlt Entschädigung

Mit der PS4 führt Sony die Konsolen-Verkaufscharts an, der Vorgänger war aber nicht ganz so beliebt. Teils liegt das daran, dass Sony die PS3 erst als Linux-kompatibel angepriesen, die Kompatibilität dann aber mit einem Update wieder entfernt hat. Einige PS3-Nutzer aus den USA haben sich das nicht gefallen lassen und Sony verklagt. Jetzt hat man sich auf Schadensersatz geeinigt.

Wer Linux auf der PS3 genutzt hat, erhält einem "WinFuture"-Bericht zufolge 55 US-Dollar Entschädigung. Wer es nicht genutzt, aber von der Existenz der Kompatibilität gewusst hat, soll neun Dollar bekommen. Bis zu zehn Millionen PS3-Besitzer in den USA sind anspruchsberechtigt.

Am besten verdienen an der Einigung, die Sony sechs Jahre nachdem die Klage eingebracht wurde mit den Klägern fixiert hat, die Anwälte. Sie erhalten 2,25 Millionen US-Dollar an Gebühren und Honoraren.

Sony stoppte Linux-Support wegen Piraterie
Stein des Anstoßes war die bei der ersten Version der PlayStation 3 noch vorhandene Linux-Kompatibilität. Sony hatte seine Konsole einst damit beworben, dass man auch andere Betriebssysteme darauf nutzen könne - bis findige Cracker diese Möglichkeit missbrauchten, um raubkopierte Spiele zu starten.

Sony zog die Notbremse und entfernte die Linux-Kompatibilität per Update. Spiele-Raubkopien wurde damit wieder ein Riegel vorgeschoben, allerdings verärgerte man auch all jene Spieler, die tatsächlich Linux auf der PS3 genutzt hatten.

Sony zog sich veritablen Shitstorm zu
Auch, wenn die Aktion aus der Perspektive Sonys nachvollziehbar war, sorgte der japanische Konzern damit für reichlich Unmut unter den Spielern. Diese waren ganz und gar nicht erfreut darüber, dass ein zuvor kaufentscheidendes Feature, durch das sich die PS3 von der Konkurrenz abhob, ersatzlos gestrichen wurde.

Als Sony 2010 den Linux-Support entfernte, entlud sich im Netz ein veritabler Shitstorm über dem Unternehmen. Neben Unmutsbekundungen folgten auch Klagen wie jene, die nun mit einer außergerichtlichen Einigung beigelegt wurde - sechs Jahre, nachdem Sony Käufern der Konsole nachträglich ein für sie womöglich wichtiges Feature strich.

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