Mo, 11. Dezember 2017

Prestige-Projekt

21.06.2016 14:36

Red Bull baut zweisitziges Formel-1-Renntaxi

Red Bull baut ein "Renntaxi" für die Formel 1. "Wir basteln einen Zweisitzer, mit dem einer unserer vielen Fahrer einen Passagier in einem Auto mit echtem Formel-1-Motor und Chassis mitnehmen kann", erklärte Helmut Marko vom österreichischen Formel-1-Rennstall vor dem kommenden Heimrennen in Spielberg. Eingestellt hat man bei Red Bull hingegen die Weiterentwicklung des Cockpit-Schutzes.

"Es gibt von der FIA derzeit keine klaren Vorgaben, was letztlich gewünscht ist", erklärte Motorsport-Konsulent Marko, warum man nicht mehr an dieser Kopfschutz-Vorrichtung arbeitet. Ferrari hatte am Saisonbeginn eine "Halo" genannte Variante vorgestellt, Red Bull mit einer Art Windschutzscheibe nachgezogen.

Hintergrund ist, dass in den offenen Fahrerzellen die behelmten Köpfe der Formel-1-Piloten etwa durch herumfliegende Unfalltrümmer gefährdet sind. Vergangenes Jahr war der Franzose Jules Bianchi seinen schweren Kopfverletzungen erlegen, die er sich 2014 beim Grand Prix in Japan zugezogen hatte.

Zudem sei man bei Red Bull mit den aktuellen Kapazitäten am Limit, erklärte Marko. "Wir entwickeln das aktuelle WM-Auto bis zum Schluss und arbeiten auch schon am neuen Fahrzeug für 2017." Außerdem habe man wegen des neuen Reifenreglements ein eigenes Interims-Chassis entwickeln müssen.

Doppelsitzer schon nächstes Jahr?
Die Entwicklungs-Ressourcen sind auch der Grund warum noch nicht fest steht, wann der Red-Bull-Doppelsitzer erstmals zur Verfügung stehen wird. Marko: "Wir wissen derzeit nicht, ob es sich für nächstes Jahr schon ausgeht." Doppelsitzer haben bisher auch schon McLaren oder Minardi konstruiert bzw. eingesetzt.

Man kann aber davon ausgehen, dass es sich beim Red Bull um das stärkste und schnellste Formel-1-Renntaxi aller Zeiten handeln wird. Auf die Mitfahrer - der Gast sitzt beim Zweisitzer hinter dem Piloten - kommt jedenfalls echtes Formel-1-Feeling zu. "Die Beschleunigung ist noch nachvollziehbar", sagte Marko. "Aber die Bremspunkte sind in der Formel 1 jenseits von Gut und Böse. Da kann schon sein, dass jemand vor Angst einige Funktionen verliert", scherzte der Österreicher.

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