Sa, 25. November 2017

Zehn Millionen Euro

21.06.2016 12:47

Julius Meinl erhält seine restliche Kaution zurück

Julius Meinl erhält jetzt auch den Rest seiner Kaution, die ursprünglich 100 Millionen Euro betragen hat, zurück. Wie Herbert Eichenseder, der Anwalt des Bankers, bestätigt, hat das Gericht jetzt die Auszahlung der restlichen zehn Millionen bewilligt. 90 Millionen waren bereits früher retourniert worden.

Gegen Meinl wurde bereits seit 2008 ermittelt - wegen des Verdachts des Betruges und der Untreue. Der Vorwurf: Das Unternehmen MEL ging an die Börse, mit den Anlegergeldern sollten Immobilien finanziert werden. Doch 2007 kam Sand ins Getriebe. Mit den Geldern sollen dann über ein verschachteltes Firmengeflecht keine Immobilien, sondern wieder nur MEL-Aktien erstanden worden sein. Angeblicher Schaden: eine Milliarde Euro.

Meinl hat die Vorwürfe stets als unhaltbar zurückgewiesen, kam jedoch 2009 dennoch in U-Haft. Es bestehe Fluchtgefahr, so der Staatsanwalt, da Meinl über eine Pilotenlizenz verfüge und britischer Staatsbürger sei. Eine Auslieferung sei deshalb schwierig, hieß es.

Höchste Kaution Österreichs
Nach 38 Stunden wurde der Banker gegen Bezahlung einer Kaution von 100 Millionen - der höchsten, die es in Österreich je gab - enthaftet. Verteidiger Eichenseder hat stets für die Rückzahlung der seiner Meinung nach völlig zu Unrecht einbehaltenen Kaution gekämpft. Bereits im März 2013 wurden 90 Millionen retourniert, jetzt folgte der Rest. Im Strafverfahren gibt es keine neuen Entwicklungen.

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