Sa, 21. Oktober 2017

"Krone"-Ombudsfrau

21.06.2016 11:00

Weiter Ärger um neue VOR-Tarife

Neues Tarifsystem oder saftige Preiserhöhung? Die Änderungen beim Verkehrsverbund Ost-Region lassen vielen Kunden die Zornesröte ins Gesicht steigen. Dass die Tickets für manche billiger werden, ist keinesfalls ein Trost, für jene, die in Zukunft wesentlich tiefer in die Tasche greifen müssen, damit sie in die Arbeit pendeln können! Ein Leser aus Niederösterreich zum Beispiel zahlt gleicht um 77 Prozent mehr!

Wie berichtet gibt es ab 6. Juli neue VOR-Tarife. Einfacher und fairer soll das System laut Verkehrsverbund sein. Fahrgäste wie Stefan U. können dem nicht zustimmen. Er muss in Zukunft 150 Euro mehr für seine Jahreskarte bezahlen, weil die Tarifzonen geändert wurden. Leser Peter S. aus Niederösterreich zahlt gleich 700 Euro statt wie bisher knapp 400. Was einer Preissteigerung von 77 (!) Prozent entspricht!

Beim VOR versucht man zu beschwichtigen. Manche Fahrgäste wären bisher durch die Zoneneinteilung bevorzugt gewesen. Das sei geändert worden. Viele würden davon profitieren und müssen weniger bezahlen. Bei derart gravierenden Tariferhöhungen auf der anderen Seite, ist das ein kein Trost. Und es klingt nicht gerade fair. Auch die Tatsache, dass mit den neuen Fahrkarten zusätzlich diverse Regionallinien benützt werden können, ist für die wenigsten Kunden ein Grund zur Freude. Immerhin können noch gültige Tickets bis zum Ablauf der Geltungsdauer weiter verwendet werden. Ihre Ombudsfrau fragt sich, waren eigentlich Pendler- sprich Arbeitnehmervertreter dabei, als die neuen Tarife ausverhandelt worden sind?

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