Di, 17. Oktober 2017

Tür war offen:

20.06.2016 10:01

Roboter türmt aus Labor, verursacht Verkehrschaos

Weil Ingenieure vergessen haben, die Tür zum Labor zu schließen, ist in der russischen Stadt Perm ein Roboter ausgebüxt. Die flüchtige Maschine rollte auf die nächste Straße, wo ihr allerdings der Strom ausging. Die Folge: Erstaunte Blicke und ein veritabler Stau.

Der Promobot der gleichnamigen Firma soll sich laut Hersteller mit Menschen unterhalten und navigiert autonom. Bei Tests der autonomen Navigation vergaß ein Ingenieur einem Bericht der britischen TV-Anstalt BBC zufolge, die Tür zum Labor zu schließen. Die Folge: Promobot suchte das Weite.

Roboter störte 40 Minuten lang den Verkehr
Das Video eines Augenzeugen zeigt: Der Roboter blieb mitten auf der Straße stehen und verblüffte die Autofahrer. Ein Polizist versuchte, den Verkehr am Roboter vorbei zu lotsen. Erst nach rund 40 Minuten bemerkten die Wissenschaftler im Labor, dass ihre Schöpfung sich verselbstständigt hatte. Sie fanden ihn rasch und schoben Promobot schließlich zurück auf ihr Grundstück.

Die Forscher wollen Promobot als Kommunikations-Roboter vermarkten, der mit Menschen interagiert. Promobot soll - ähnlich wie sein japanisch-französischer Konkurrent "Pepper" - Fragen beantworten und bei der Navigation helfen - etwa in Einkaufszentren, wo man ihn auch Werbeparolen verbreiten lassen könnte.

Echte Flucht oder gerissene PR-Aktion?
Angesichts des Einsatzzwecks und des Umstands, dass Promobot letztlich irgendwann Gewinn abwerfen soll, wird in russischen Medien spekuliert, dass es sich bei der Flucht um eine PR-Aktion handeln könnte. Es ist also denkbar, dass der Ingenieur die Tür absichtlich offen gelassen hat.

Den im Stau gestandenen Autofahrern dürfte der Zwischenfall trotzdem noch lange in Erinnerung bleiben. Immerhin kommt es nicht alle Tage vor, dass einem der Weg von einer intelligenten Maschine versperrt wird.

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