Mi, 22. November 2017

Hoher Zuzug

19.06.2016 17:00

Wien: Arbeitslosenzahlen werden weiter explodieren

Der Abwärtstrend in Wien sei noch nicht gestoppt, warnt jetzt auch Wirtschaftskammerpräsident Walter Ruck: "Die Arbeitslosigkeit wird weiter steigen, noch heuer auf über 14 Prozent." Die Hauptursachen für die Krise laut Ruck: Unternehmen werden aus der Stadt gedrängt, ständig steigen die Sozialausgaben, gleichzeitig fehlen nachhaltige Investitionen der Stadtregierung.

"Auch unsere Prognosen zur Neuverschuldung wurden von der Finanzstadträtin als 'Fantasiedaten' verlacht - und mussten dann später bestätigt werden. Jetzt sagen unsere Experten: Die Arbeitslosigkeit wird in Wien weiter steigen, noch heuer von jetzt 13,5 auf über 14 Prozent", erklärt Wiens Wirtschaftskammerpräsident.

Wie berichtet, kletterte in Wien die Arbeitslosigkeit bei jungen Männern (bis 25 Jahre) auf 31 Prozent. Dazu Ruck: "Kein Wunder, wenn bei uns Betriebe aus der Stadt gedrängt werden. In nur acht Jahren hat Wien 350 Hektar an Betriebsflächen verloren - das sind 500 Fußballfelder. Der Stadt, in die jährlich 40.000 Menschen ziehen, fehlen Unternehmen, in denen sie Jobs finden. Wien darf nicht zur reinen Schlafstadt werden."

Kritik an rot-grüner Arbeitsmarktpolitik
Dass die Stadtregierung stets mit der "allgemeinen Wirtschaftskrise" die miesen Arbeitslosenzahlen erklären will, lässt Ruck nicht gelten: "Schauen wir doch nach Berlin: Dort ist die Arbeitslosigkeit viel geringer. Und die Berliner haben ebenso große Herausforderungen wie wir. Es geht also sehr wohl darum, welche Maßnahmen von der Politik gesetzt werden."

Der weiterhin starke Zuzug nach Wien verschärfe dazu noch die Situation, sagt Ruck: "Es ist noch immer nicht klar, welches Produktionsniveau die Flüchtlinge mitbringen. Wir müssten doch längst wissen: Wie viele von ihnen bleiben Dauer-Alimentierungsfälle? Bei den zugezogenen Tschetschenen waren es fast 50 Prozent."

Und die mit den Flüchtlingswellen explodierenden Sozialhilfe-Ausgaben verhindern nachhaltige Investitionen in die Infrastruktur, kritisiert Ruck: "Diese Investitionen würden die so dringend nötigen Jobs bringen. Aber die Stadt schafft's ja nicht einmal, eine weitere Donauquerung zu bauen."

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